Ausgabe 15 - 10.12.2009

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI - Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Neues aus ...

  • der Schule
    (Informationsschreiben zum Umgang mit Gewalt- und Notfallsituationen an Berliner Schulen, Stiftung gegen Gewalt an Schulen)
  • der Jugendhilfe
    (DBH-Projekt: Übergangsmanagement)
  • der Polizei
    (Jugendrallye der Initiative Stopp Tokat gegen Raub und Gewalt)
  • der Justiz
    (Fortschreitende Ausweitung des „Neuköllner Modells“, Koalitionsvertrag zur Bundesregierung von CDU/CSU und FDP)
  • anderen Bereichen
    (Projekt zur Erforschung von und Sensibilisierung für school shootings, Berliner Präventionspreis 2009)

 

Publikationen und Dokumentationen
(Dokumentation „Jugendgewalt: Was leisten Trainings, Kurse und Seminare?", Dokumentation der Bundestagung zur Einführung des FamFG, Studie zu Mobbing und Gewalt an Schulen, Neue Infoblätter der Clearingstelle, Perspektiven für straffällig gewordene junge Menschen durch ambulante Maßnahmen, Entschädigung für Opfer von Gewalttaten – Flyer aktualisiert, Handbuch Gewaltprävention 2)

Veranstaltungen und Termine
(Jahresprogramm des SFBB, Tagung „Was machen wir bloß mit denen? So genannte Problemgruppen im System Jugendstrafrecht", Seminar „Neue Medien und Jugendgewalt“, Seminar „Gewalttätige Mädchen“, Seminar „Krisenteams an Schulen“, 28. Deutscher Jugendgerichtstag, Zertifikat „Sichere Hilfeeinrichtungen“)

Redaktionsschluss

 

Herzlich willkommen zur fünfzehnten Ausgabe der UMSICHTEN!


Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

mit der 15. Ausgabe der UMSICHTEN, dem Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz, erhalten Sie auch zum Jahresende vielfältige Informationen aus verschiedenen Bereichen der Präventionslandschaft sowie zahlreiche Veranstaltungshinweise für das kommende Jahr.

Viel Freude beim Lesen der UMSICHTEN, eine besinnliche Adventszeit und einen guten Start ins Jahr 2010 wünscht Ihnen
das Team der Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei.

 

 

Neues aus...

 

... der Schule

Informationsschreiben zum Umgang mit Gewalt- und Notfallsituationen an Berliner Schulen
Das Rundschreiben 41/2003 „Hinsehen und Handeln“ regelte seit 2003 den Umgang mit Gewalt an Berliner Schulen. Dieses Rundschreiben wird nun durch das „Informationsschreiben zum Umgang mit Gewalt- und Notfallsituationen an Berliner Schulen“ ersetzt. Neuerungen bestehen u.a. darin, dass nicht mehr jeder Gewaltvorfall, der sich in der Schule ereignet oder einen direkten Bezug zur Schule und ihren Schülern/-innen hat, gemeldet werden muss. Stattdessen beinhaltet das neue Informationsschreiben eine Einteilung der Vorfälle in verschiedene Gefährdungsgrade mit anschließender Beschreibung des Vorgehens. Dieses reaktive Vorgehen kann eine Bearbeitung des Vorfalls innerhalb der Schule oder zusätzlich eine erforderliche Meldung bedeuten. In jedem Fall besteht die Pflicht der Schulen zur Aufarbeitung von Gewaltvorfällen und Notfallsituationen.
Info: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/hilfe_und_praevention/gewaltpraevention/handlungsempf_gewalt_notfall.pdf?start&ts=1252572610


Stiftung gegen Gewalt an Schulen

Nach dem school shooting in Winnenden vom 11.03.2009 wurden zunächst ein Aktionsbündnis und später eine Stiftung gegründet. Durch die Stiftung mit dem Titel „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ wollen betroffene Eltern und weitere Stiftungsmitglieder finanzielle Mittel sammeln und aktiv einen Beitrag zur Früherkennung und Prävention von Gewalttaten an Schulen leisten. Die Gründung eines Expertenrates mit den Aufgaben der Erkennung von Risikofaktoren und der gezielten Umsetzung der Erkenntnisse in Präventionsprojekte, Fortbildungsseminare für Lehrer/innen zur Gewaltprävention sowie die Finanzierung von Schulpsychologen/-innen sind einige der wesentlichen Ziele der Stiftung. Schirmherr ist Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech.
Info: http://www.memo-software.de/aaw/index.php/stiftunggegengewalt
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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... der Jugendhilfe

DBH-Projekt: Übergangsmanagement
Am 01.10.2009 begann das Projekt „Strategien und Methoden des Übergangs-managements für Jugendliche und junge Erwachsene vom Strafvollzug in den Arbeitsmarkt und in ein eigenständiges Leben – Problemfelder und Know-how-Transfer beispielhafter Ansätze“ des DBH-Fachverbandes für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik, der aus dem Verein Deutsche Bewährungshilfe (DBH) hervor gegangen ist. Das neue Projekt wird in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) durchgeführt und von der Aktion Mensch mit einer Laufzeit von drei Jahren gefördert. Das Projekt unterstützt junge Straffällige beim Übergang vom Jugendstrafvollzug in den Arbeitsmarkt bzw. in ein eigenverantwortliches Leben und zielt ebenso auf einen vertieften Austausch zwischen den am Prozess beteiligten Fachkräften ab.
Info: http://www.dbh-online.de/index.php?id=221

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... der Polizei

Jugendrallye der Initiative Stopp Tokat gegen Raub und Gewalt
Am 26.11.2009 eröffnete der Polizeipräsident in Berlin die erste Jugendrallye der Netzwerkinitiative Stopp Tokat in Kooperation mit den Polizeiabschnitten 52 und 53 und der Volker-Reitz-Stiftung gegen Raub und Gewalt. Schüler/innen von 16 kreuzberger Schulen lösten spielerisch verschiedene Aufgaben rund um die Themen Raub und Gewalt. Die jungen Menschen sollen dadurch u.a. lernen, nicht straffällig zu werden. Bei einer abschließenden Preisverleihung wurden von der PSD Bank Berlin-Brandenburg gestiftete Preisgelder vergeben.
Info: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/147553/ und http://www.stopp-tokat.de/html/events.html
Stopp Tokat: http://www.stopp-tokat.de/html/home.html

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... der Justiz

Fortschreitende Ausweitung des „Neuköllner Modells“
Das so genannte „Neuköllner Modell“ zur verstärkten Anwendung des vereinfachten Jugendverfahrens nach § 76 JGG (wir berichteten) ist nun auf die Polizeidirektion 6 – also auf die Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick – ausgeweitet worden. Geplant ist zudem die Ausdehnung auch für die Direktion 1 (Reinickendorf und Pankow). Geringfügige bis mittelschwere Straftaten Jugendlicher können unter bestimmten Voraussetzungen durch beschleunigte Verfahrensabläufe bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendrichtern/-innen im Idealfall innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen werden. Details zum vereinfachten Jugendverfahren können Sie im Infoblatt Nr. 48 der Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei nachlesen.
Info: http://www.morgenpost.de/berlin/article1106038/Jugendliche_Straftaeter_kommen_schneller_vor_Gericht.html
Infoblatt Nr. 48: http://www.stiftung-spi.de/download/sozraum/infoblatt_48.pdf


Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP
Der Koalitionsvertrag zur 17. Wahlperiode sieht u.a. die Einführung des Warnschussarrestes und die Anhebung der maximalen Jugendstrafe auf 15 Jahre Haft vor. Durch den Warnschussarrest, der eine Kombination von Jugendarrest und Jugendstrafe zur Bewährung darstellt, soll nach Einschätzung der Arbeitsgruppe Recht/Innere Sicherheit der Bundesregierung eine wirksame Maßnahme gegen Jugendkriminalität hergestellt werden. Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) hat dazu eine Stellungsnahme abgegeben. Da die Rückfälligkeit nach einem Jugendarrest höher sei als nach einer Jugendstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird, ließe sich das Ziel der erzieherischen Einwirkung nach Meinung der DVJJ nicht verwirklichen.
Info: http://www.dbh-online.de/?id=215 und http://www.dvjj.de/artikel.php?artikel=1242

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... anderen Bereichen

Projekt zur Erforschung von und Sensibilisierung für school shootings
Die Freie Universität Berlin initiiert ein bundesweit einzigartiges Projekt, um die Früherkennung von school shootings zu verbessern. Das Projekt Network Against School Shootings (NETWASS) soll vor allem Lehrer/innen und Schulleiter/innen für das sog. Leaking, das Durchsickern von Signalen oder Informationen im Vorfeld einer Gewalttat an der Schule, sensibilisieren, um so ein frühzeitiges Eingreifen zu ermöglichen. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über drei Jahre mit über einer Million Euro gefördert. Die zumeist nur rückblickende Betrachtung von Gewalttaten an Schulen birgt die Gefahr irrtümlicher kausaler Verknüpfungen. Etwa 120 Schulen in Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg sollen daher befragt werden mit dem Ziel, professionelle Netzwerke zu untersuchen, die auf gefährdete Schüler/innen reagieren. Schließlich sollen so Vergleiche zwischen unterschiedlichen Herangehens-weisen in der Fortbildung von Lehrpersonal im Umgang mit z.B. Drohungen und tatsächlicher Gewalt ermöglicht werden.
Info: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,658722,00.html und http://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/tsp/2009/ts_20091010/ts_20091010_31/index.html


Berliner Präventionspreis 2009
Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel, hat im Rahmen des 10. Berliner Präventionstages am 10.11.2009 sechs Projekte mit dem Berliner Präventionspreis 2009 der Landeskommission Berlin gegen Gewalt ausgezeichnet. Zum diesjährigen Thema „Evaluation und Qualitätsentwicklung in der Gewalt- und Kriminalitätsprävention“ wurde der erste Preis dem Projekt „Förderung des sozialen Miteinanders als präventive Maßnahme von Gewalt“ der Paul-Braune-Schule verliehen. Der zweite Preisträger ist das Projekt „Zirkusspiele – Toleranzerziehung von klein an – Qualitätsentwicklung in der Frühförderung“ des Vereins Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi. Die „Beratung für Männer – gegen Gewalt“ des Vereins Volkssolidarität Landesverband Berlin kann sich über den dritten Preis freuen. Die drei Sonderpreise gingen an das Projekt Muslimische Telefonseelsorge, an das „Denkzeit-Training für aggressiv-auffällige Schüler“ sowie an das Filmprojekt „Die vier Detektive vom Buschrosenplatz“ der Herman-Nohl-Schule.
Info: http://www.berlin.de/lb/lkbgg/pressemitteilungen/2009/10.11.html

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Publikationen und Dokumentationen

Dokumentation „Jugendgewalt: Was leisten Trainings, Kurse und Seminare?"
Die Dokumentation der gemeinsamen Tagung der Landeskommission Berlin gegen Gewalt und der Friedrich-Ebert-Stiftung, die am 07.10.2008 stattfand, ist mit dem Berliner Forum Gewaltprävention (BFG) Nr. 38 erschienen. Da mittlerweile eine unübersichtliche Vielzahl von Konzepten und Angeboten für Antigewaltmaßnahmen existiert, bot diese Veranstaltung eine Orientierungsmöglichkeit, indem nach einer Bestandsaufnahme solcher Angebote durch Prof. Dr. Helmut Lukas mehrere Projekte in Workshops vorgestellt wurden.
Info: http://www.berlin.de/lb/lkbgg/bfg/2009/nummer_38.html


Dokumentation der Bundestagung zur Einführung des FamFG
Am 03. und 04.09.2009 fand eine Bundestagung zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Familienkonflikt anlässlich des Inkrafttretens des neuen Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) im Berliner Rathaus statt. Auf der interdisziplinär zusammengesetzten Bundestagung wurde insbesondere die sog. Verantwortungsgemeinschaft im familiengerichtlichen Verfahren nach dem FamFG thematisiert. Die Dokumentation hierzu ist nun erhältlich.
Info: http://www.berlin.de/imperia/md/content/senatsverwaltungen/justiz/gjpa/progr_bt.pdf?start&ts=1245063262


Studie zu Mobbing und Gewalt an Schulen
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hat eine Analyse individueller Daten von zehnjährigen Schülern/-innen aus 17 Ländern durchgeführt. Die Studie untersucht Risikofaktoren, die Einfluss darauf haben können, häufiger Opfer von Mobbing und Gewalt zu werden. Als Ergebnis zeigt sich, dass die jüngeren Kinder einer Klasse signifikant häufiger von körperlicher oder psychischer Gewalt in der Schule betroffen sind als ihre älteren Klassenkameraden. Ein erhöhtes Risiko gilt dabei für Jungen und für Kinder, die einen Migrationshintergrund aufweisen.
Info: http://www.zew.de/de/topthemen/meldung_show.php?LFDNR=1326&KATEGORIE=2
Kontakt: Frau Dr. Mühlenweg unter 0621/1235-280 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Neue Infoblätter der Clearingstelle
Die Infoblätter Nr. 50 „Die Programmagentur Rechtskundepaket“ und Nr. 51 „Beschwerde-recht, Teil 1: Beschwerden bei der Berliner Polizei“ sind erschienen und können wie immer direkt über die Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei oder oder über die Internetseite bezogen werden.
Info: http://www.stiftung-spi.de/sozraum/sr_clearinginfo.html
Kontakt: Stiftung SPI, Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei unter 030-4490154 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Perspektiven für straffällig gewordene junge Menschen durch ambulante Maßnahmen
Der Vorstand der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) hat eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, zentrale Positionen zu den ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) zu formulieren. Hintergrund der Entwicklung des Positionspapiers sind die mit der Einführung des § 36a SGB VIII ausgelösten Diskussionen um die Gewährung und Umsetzung von Leistungen der Jugendhilfe in Hinblick auf das Ziel des Jugendstrafverfahrens, erneuten Straftaten eines Jugendlichen oder Heranwachsenden entgegenwirken. Im Widerspruch zu den gesetzlichen Vorgaben wird das JGG laut Positionspapier für unsachgemäße Änderungsforderungen politisch instrumentalisiert. Ziel des Positionspapiers mit dem Titel „Zukunft schaffen! Perspektiven für straffällig gewordene junge Menschen durch ambulante Maßnahmen“ ist die Unterstützung der Dialoge um das Potential der ambulanten Maßnahmen in Öffentlichkeit, Politik und Praxis und die Sensibilisierung der Praxis der Jugendkriminalrechtspflege für kriminologische Erkenntnisse.
Info: http://www.dvjj.de/download.php?id=954


Entschädigung für Opfer von Gewalttaten – Flyer aktualisiert
Die Informationsbroschüre zum Opferentschädigungsgesetz (OEG) des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin ist nun aktualisiert in sieben Sprachen veröffentlicht. Das Opferentschädigungsgesetz stellt sicher, dass Betroffene einer Gewalttat nicht hilflos den Folgen des Vorfalls ausgesetzt sind. Der Flyer „Entschädigung für Opfer von Gewalttaten“ informiert über anspruchsberechtigte Personen und mögliche Leistungen des Opferentschädigungsgesetzes.
Info: http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2009/11/17/146404/index.html
Flyer: http://www.berlin.de/imperia/md/content/lageso/versorgung/publikationen/flyer_oeg09.pdf?start&ts=1258454561


Handbuch Gewaltprävention 2
Für den Einsatz in Schule und Jugendarbeit wurden die Grundlagen und zentralen Aspekte der Gewaltprävention in der zweiten Ausgabe des Buches Gewaltprävention jugendgerecht aufbereitet. Insbesondere werden die Bereiche Kommunikation und konstruktive Konfliktbearbeitung umfangreich thematisiert.
Info: http://shop.friedenspaedagogik.de/detail.php?wg=B%26uuml%3Bcher&id=hb-gp2
ISBN: 978-3-93244452-4

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Veranstaltungen und Termine

Jahresprogramm des SFBB
Das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) hat das Programm für 2010 veröffentlicht. Die vielfältigen Veranstaltungen richten sich vorrangig an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin und Brandenburg. Es werden beispielsweise Seminare zum Thema „Handlungsfähigkeit in Gewaltsituationen“ angeboten.
Info und Kontakt: http://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.530197.de


Tagung „Was machen wir bloß mit denen? So genannte Problemgruppen im System Jugendstrafrecht"
In den letzten Jahren standen Mitarbeiter/innen der Jugendrechtspflege und weitere Fachleute vorrangig aus den Bereichen Polizei, Sozialarbeit, Pädagogik, Schule und Psychologie neuen Gruppen auffälliger oder krimineller junger Menschen gegenüber. Vom 15.01. bis 17.01.2010 wird eine Veranstaltung unter dem Titel „Was machen wir bloß mit denen? So genannte Problemgruppen im System Jugendstrafrecht" in Bad Boll stattfinden. Die Tagung wird von der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Bad Boll und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen veranstaltet. Unter anderem werden mögliche Hintergründe gewaltbereiter Mädchen, rechtsextremistischer junger Täter/innen, straffälliger Jugendlicher mit Migrationshintergrund und weiterer Klienten/-innen der Jugendkriminalrechtspflege sowie Ansätze zur Intervention und Prävention vorgestellt und diskutiert. Anmeldeschluss ist am 04.01.2010.
Info: http://www.dvjj.de/veranstaltung.php?artikel=1066
Kontakt: Frau Barnhill, Evangelische Akademie Bad Boll unter 07164-79233 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Seminar „Neue Medien und Jugendgewalt“
In den Medien wird u.a. der Einfluss von gewalthaltigen oder -verherrlichenden Computerspielen und (Handy-) Filmen insbesondere auf junge Menschen zunehmend thematisiert. Die intensive Nutzung neuer Technologien und Medien wird häufig als Ursache von Jugendgewalt gedeutet, woraufhin beispielsweise ein Verbot von sog. Killerspielen gefordert wird. Ob und möglicherweise welchen Nutzen ein solches Verbot hätte und was über die Wirkung dieser Spiele bekannt ist, muss jedoch erörtert werden. Das Seminar vom Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement mit dem Titel „Neue Medien und Jugendgewalt“ wird vom 20.01. bis 21.01.2010 in Frankfurt am Main die Nutzung von neuen Medien durch Jugendliche in den Mittelpunkt stellen.
Info: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/files/neue_medien_und_jugendgewalt_s09008.pdf
Kontakt: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Seminar „Gewalttätige Mädchen“
Da die Gewaltbereitschaft weiblicher Jugendlicher und Heranwachsender zunehmend in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt, sollen in dem Lehrgang „Gewalttätige Mädchen“ vom 27.01. bis 28.01.2010 Erscheinungsformen, aktuelle Entwicklungen und Fallbeispiele von Gewalttaten weiblicher Personen betrachtet sowie Besonderheiten in der Arbeit mit Täterinnen diskutiert werden. Die Veranstaltung des Instituts Psychologie und Bedrohungsmanagement findet in Frankfurt am Main statt.
Info: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/files/m_dchengewalt.pdf
Kontakt: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Seminar „Krisenteams an Schulen“
Interne Teams zur Bewältigung von Krisen und Problemlagen an Schulen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Eine Gruppe engagierter Mitarbeiter/innen einer Schule wie Lehrkräfte, Psychologen/-innen und Sozialarbeiter/innen kann in dieser praxisorientierten Fortbildung mit dem Titel „Krisenteams an Schulen“ lernen, gemeinsam Lösungen zur Prävention und Intervention von Krisen und Gewaltvorfällen für ihre Einrichtung zu entwickeln und umzusetzen. Das nächste freie Seminar findet vom 24.03. bis 25.03.2010 in Frankfurt/Main statt und wird vom Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement ausgerichtet.
Info: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/files/flyer_krisenteams_s11022.pdf
Kontakt: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


28. Deutscher Jugendgerichtstag
Vom 11.09. bis 14.09.2010 lädt die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) zum 28. Deutschen Jugendgerichtstag in Münster ein. Für alle Berufsgruppen, die im Prozess eines Jugendstrafverfahrens mitwirken oder sich wissenschaftlich mit Jugendkriminalität befassen, ist der Deutsche Jugendgerichtstag eine bedeutende Tagung, die vielfältige Informationen über Projekte und aktuelle Entwicklungen der Jugendkriminalrechtspflege bietet und darüber hinaus einen fachlichen Austausch der anwesenden Akteure ermöglicht.
Info: http://www.dvjj.de/artikel.php?artikel=1194
Anmeldung: http://www.dvjj.de/veranstaltung.php?artikel=1253


Zertifikat „Sichere Hilfeeinrichtungen“
Hilfeeinrichtungen, die durch ihre Klientel mit Aggressionen und Gewalt konfrontiert werden, können durch ein Inhouse-Seminarangebot vom Institut für deliktbezogene Täterarbeit (IDT) das Zertifikat „Sichere Hilfeeinrichtung“ erwerben. Mitarbeiter/innen von Einrichtungen, die Unterstützungs- und Beratungsleistungen für Kinder, Jugendliche und/oder Erwachsene anbieten, häufig körperliche Auseinandersetzungen beobachten oder selbst einer erhöhten Gewaltbereitschaft ihrer Klienten/-innen gegenüber stehen, können den Umgang mit aggressiven Personen üben. Die Fortbildung umfasst zehn Tagesmodule und  zielt darauf ab, ein speziell auf die Einrichtung konzipiertes Sicherheitsmanagement zu entwickeln.
Info: http://www.i-d-t.org/images/stories/pdf/zsh.pdf
Kontakt: Institut für deliktbezogene Täterarbeit (IDT) unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint Ende Januar 2010. Redaktionsschluss ist der 22.01.2010; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

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