Ausgabe 21 - 09.11.2010

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI - Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Erfahrungsberichte
(60 Jahre Bewährungshilfe für Jugendliche und Heranwachsende in Berlin)

Publikationen und Dokumentationen
(Infoheft „Ihr Recht bei häuslicher Gewalt", Buch „Down Town Berlin – Geschichten aus der Unterstadt“)

Veranstaltungen und Termine
(Verleihung des Berliner Präventionspreises 2010, Tagung „Traumapädagogik – Ein Weg aus dem Trauma?“, Qualifizierte Weiterbildung zur Fachkraft Kinderschutz gemäß § 8a SGB VIII; 9. Durchgang des berufsbegleitenden Zertifikatskurses zur/zum „Pädagogin/ Pädagogen für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“, Fortbildung „Fachberatung für Opferhilfe“, Zertifikatskurs Konflikt-Mediation, Veranstaltungskalender der DVJJ 2011, Vorankündigung Deutscher Präventionstag 2011)

Redaktionsschluss

 

Herzlich willkommen zur 21. Ausgabe der UMSICHTEN!


Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

mit der 21. Ausgabe der UMSICHTEN, dem Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz, erhalten Sie zum Jahresende insbesondere zahlreiche Veranstaltungshinweise für das kommende Jahr. Viel Freude beim Lesen der UMSICHTEN, vorab eine besinnliche Adventszeit und einen guten Start ins Jahr 2011 wünscht Ihnen das Team der Clearingstelle. 

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Erfahrungsberichte

60 Jahre Bewährungshilfe für Jugendliche und Heranwachsende in Berlin
Die Bewährungshilfe für Jugendliche und Heranwachsende feierte am 10.09.2010 ihr 60jähriges Jubiläum in Neukölln. Die Jubiläumsfeierlichkeiten wurden von Frau Staatssekretärin Zinke der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung eröffnet. Unter den etwa 160 Gästen befanden sich überwiegend Fachkollegen/-innen aus dem Bereich der Berliner Jugendstrafrechtspflege, die die Arbeit der Bewährungshilfe unmittelbar unterstützen oder an ihr beteiligt sind. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ stellten sich Kooperationsprojekte der Bewährungshilfe vor.
Die Jugendbewährungshilfe in Berlin nahm ihre Arbeit im Jahr 1950 – drei Jahre vor dem Inkrafttreten des Jugendgerichtsgesetzes – auf und ist damit die älteste bestehende Bewährungshilfeeinrichtung in der Bundesrepublik Deutschland. Der Umgang mit Jugendkriminalität wurde in Berlin von Beginn an schwerpunktmäßig als Aufgabe der Jugendsozialarbeit gesehen. Die Bewährungshilfe für Jugendliche und Heranwachsende wurde deshalb der für Jugend zuständigen Senatsverwaltung zugeordnet. Die Einbindung in den Bereich der Jugendhilfe unterstützt die Arbeit der Jugendbewährungshilfe bis heute in ihrer Effektivität; bis zu 80 % der ausgesprochenen Bewährungsaufsichten werden positiv beendet. Zurzeit werden über 2.200 junge, straffällig gewordene Menschen aus Berlin von 41 Bewährungshelfern/-innen in der Zentrale in Neukölln und in sieben weiteren, über die Stadt verteilten Außenstellen betreut. Das Ziel, straffällig gewordene junge Menschen zu befähigen, ein selbständiges eigenverantwortliches Leben frei von Straftaten zu führen, wird insbesondere auch dadurch erreicht, dass sich die Jugendbewährungshilfe ein breites Netz von zusätzlichen Hilfsangeboten im Zusammenwirken mit öffentlichen und freien Trägern geschaffen hat und damit passgenau und wirkungsvoll auf die verschiedenen Problemlagen der unter Bewährung Stehenden reagieren kann. Bewährungshilfe hat sich als Methode und Institution insbesondere durch die entwicklungsfördernde Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen/ Heranwachsenden bewährt und ist im Bereich der Jugendstrafrechtspflege nicht mehr wegzudenken.
Info: http://www.bewaehrungshilfe-berlin.de/
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Publikationen und Dokumentationen

Infoheft „Ihr Recht bei häuslicher Gewalt"
Die Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt (BIG e.V.) gibt nun die achte aktualisierte Auflage des Informationsheftes „Ihr Recht bei häuslicher Gewalt" heraus. In der Broschüre werden polizeiliche, strafrechtliche und zivilrechtliche Möglichkeiten des Schutzes vor häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder übersichtlich und verständlich dargestellt. Viele jugendliche Straftäter/innen weisen selbst Erfahrungen von häuslicher Gewalt in der eigenen Familie auf, so dass dieses Informationsheft Anwendung in vielen Arbeitsfeldern finden kann.
Info: http://www.big-koordinierung.de/veroeffentlichungen/broschueren/pdfs/ihr_recht_deutsch.pdf


Buch „Down Town Berlin – Geschichten aus der Unterstadt“
Gangway e. V. feierte am 15.10.2010 ein Jubiläum: 20 Jahre Straßensozialarbeit in Berlin. Pünktlich dazu erschien das Buch „Down Town Berlin“ mit Geschichten aus den letzten zwei Jahrzehnten Straßensozialarbeit in Berlin.
Info: http://www.gangway.de/gangway.asp?cat1id=1&cat2id=5446&cat3id=&DocID=5447&client=gangway
ISBN: 978-3-940213-63-1

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Veranstaltungen und Termine

Verleihung des Berliner Präventionspreises 2010
Am 29.11.2010 wird im Berliner Rathaus der Berliner Präventionspreis 2010 verliehen. In diesem Jahr werden unter den Themen „Sexuelle Gewalt“ und „Kinderschutz“ Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten ausgezeichnet, die in Berlin insbesondere in den genannten Bereichen einen wesentlichen Beitrag zur Gewalt- und Kriminalitätsprävention leisten und auf Vernetzung und Kooperation ausgerichtet sind.
Info: http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-lkbgg/praeventionspreis/...


Tagung „Traumapädagogik – Ein Weg aus dem Trauma?“
Die International Psychoanalytic University Berlin (IPU) lädt am 29.11.2010 zur Tagung „Traumapädagogik – Ein Weg aus dem Trauma?“ ein. Erkenntnisse der Psychotraumatologie fließen seit einigen Jahren auch in die Pädagogik ein. Traumapädagogische Konzepte entstehen z. B. in unterschiedlichsten Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und zunehmend auch in der Kinder- und Jugendhilfe. Diese Entwicklung ist notwendig, denn der Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen bedeutet insbesondere für Fachkräfte aus der Jugendhilfe mit ihren bestehenden fachlichen Möglichkeiten eine große Herausforderung. Folgen früher traumatischer Belastungen können z. B. eine spätere Suchterkrankung, soziale Randständigkeit, aggressives Verhalten oder kriminelles Handeln sein. Bei z. B. besonders auffälliger Kinder- und Jugenddelinquenz könnte möglicherweise ein traumatisches Erlebnis zu den Risikofaktoren zählen. Für die Auswahl einer passenden Hilfemaßnahme ist das Erkennen der Hintergründe erforderlich. Die Tagung der IPU soll Einblicke in die Traumapädagogik und der mit ihr im Zusammenhang stehenden Problematiken sowie in bestehende Konzepte und mögliche Perspektiven in diesem Feld geben. Anmeldeschluss ist der 15.11.2010.
Info und Kontakt: http://www.bkj-ev.de/documents/flyer-traumpaedagogik-final.pdf


Qualifizierte Weiterbildung zur Fachkraft Kinderschutz gemäß § 8a SGB VIII
Mit dem § 8a SGB VIII wird der gesetzlich definierte Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung für Fachkräfte der Jugendhilfe festgeschrieben. Das Jugendamt hat bei gewichtigen Anhaltspunkten für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Hierfür sowie zur Entwicklung und Umsetzung von Unterstützungsmöglichkeiten sind spezifische Fachkräfte mit einem qualifizierten Zusatzwissen und einer umfassenden Erfahrung unentbehrlich. Die qualifizierte Weiterbildung zur Kinderschutz-Fachkraft gemäß § 8 a SGB VIII richtet sich an alle Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Familien und Kinder/Jugendliche begleiten, unterstützen und/oder beraten. Die Weiterbildung umfasst sieben Module, u. a. zu den Themen Misshandlung und Vernachlässigung, Familienstrukturen, Erkennung von Gefährdungen, Elternarbeit und Fallarbeit. Die Weiterbildung findet berufsbegleitend vom 21.01.2011 bis zum 26.06.2011 in Potsdam statt.
Info und Kontakt: http://www.familienzentrum-potsdam.de/popup_dateien/Faltblatt_WTB_Kinderschutz_2011.pdf


9. Durchgang des berufsbegleitenden Zertifikatskurses zur/zum „Pädagogin/ Pädagogen für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“
Eine steigende Anzahl von Kindern und Jugendlichen gerät in eine Spirale von zum Beispiel Schulverweigerung, Ausbildungsabbruch sowie Kriminalität. Dies bedeutet eine Herausforderung insbesondere für Fachkräfte in den Bereichen Schule und Jugendhilfe. Bestehende Handlungskonzepte sind oftmals nicht ausreichend für einen vielfältigen Hilfebedarf. Der berufsbegleitende Zertifikatskurs zur/zum „Pädagogin/Pädagogen für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“ ist ein wissenschaftlich evaluiertes Weiterbildungsprogramm und umfasst fünf Praxismodelle zur Förderung sozialer und interkultureller Kompetenzen sowie zur Gewaltprävention, die im Kontext der Schule und Jugendhilfe erfolgreich erprobt wurden. In Kooperation zwischen der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) und dem Berliner Institut für Soziale Kompetenz und Gewaltprävention e.V. (BISG e.V.) findet 2011 der mittlerweile neunte Durchgang statt. Die Ausbildung wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds durch WeTeK Berlin gGmbH (Werkstatt – neue Technologien und Kultur) und die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützt. Die Weiterbildung umfasst den Zeitraum vom 01.04.2011 bis 09.06.2012 und wendet sich vorrangig an praxiserfahrene Hochschulabsolventen/-innen der Bereiche Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung sowie Gesundheit. Die Bewerbungsfrist endet am 18.02.2011.
Info: http://www.soziales-training.de/zertifikatskurs.html
Kontakt: Herr Büchner, Berliner Institut für Soziale Kompetenz und Gewaltprävention e.V. unter 030-61670533 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Fortbildung „Fachberatung für Opferhilfe“
Im Zeitraum vom 01.04.2011 bis zum 11.12.2011 findet die berufsbegleitende Fortbildung „Fachberatung für Opferhilfe“ an der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) statt. Die zertifizierte Weiterbildung richtet sich vorrangig an Fachkräfte aus den Bereichen Sozialarbeit, Gesundheit, Bildung und Erziehung sowie an Mitarbeiter/innen aus Polizei und Justiz, die in ihrem Arbeitsbereich mit Opfern von Straftaten und Gewalt in Kontakt kommen. Der Zertifikatskurs umfasst fünf Lehrmodule, Supervisionssitzungen, Arbeitsgruppentreffen sowie die Erstellung einer Abschlussarbeit. Am 04.02.2011 findet eine Informationsveranstaltung an der ASH statt. Die Bewerbungsfrist endet am 18.02.2011.
Info und Kontakt: http://www.big-koordinierung.de/fortbildungen/pdfs/1010_fachberatung.pdf


Zertifikatskurs Konflikt-Mediation
Die Weiterbildung zum/zur Konflikt-Mediator/-in der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) vermittelt ein breites Spektrum an Methoden zur außergerichtlichen Vermittlung und Einigung in Konfliktfällen zwischen einzelnen Personen oder Gruppen und Institutionen. Die Teilnehmer/innen lernen, wie mit Hilfe des Mediationsverfahrens Ursachen für bestehende Konflikte erörtert werden können. Die Parteien sollen darin unterstützt werden, einen konstruktiven Umgang miteinander zu entwickeln. Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich vorrangig an Mitarbeiter/innen aus den Bereichen Sozialarbeit, Gesundheit, Bildung und Erziehung sowie Psychologie und Justiz. Der Seminarzeitraum erstreckt sich vom 08.04.2011 bis zum 21.10.2012. Eine Informationsveranstaltung findet am 14.02.2011 statt. Die Bewerbungsfrist endet am 25.02.2011.
Info und Kontakt: http://www.ash-berlin.eu/weiterbildung/zertifikatskurse/zertifikatskurse-2011/a-2311-konflikt-mediation/


Veranstaltungskalender der DVJJ 2011
Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ e.V.) hat ihren Veranstaltungskalender für 2011 veröffentlicht. Angeboten werden zahlreiche Fortbildungen, beispielsweise zu den Themen „Hoffnungslose Fälle? Kompetenzen für den Umgang mit besonders herausfordernden Klienten“, „Fallkonferenzen im jugendstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren“ und „Methoden der Anti-Gewalt-Pädagogik (AGP)“.
Info: http://www.dvjj.de/download.php?id=1362
Kontakt: DVJJ Geschäftsstelle, Frau Tschertner, unter 0511-3483642 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Vorankündigung Deutscher Präventionstag 2011
Der kommende 16. Deutsche Präventionstag findet vom 30.05. bis 31.05.2011 zum Thema „Neue Medienwelten – Herausforderungen für die Kriminalprävention?“ in Oldenburg statt. Das Kongressprogramm des 16. Deutschen Präventionstages erscheint im Frühjahr 2011.
Info: www.praeventionstag.de

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Redaktionsschluss

Da uns erfahrungsgemäß über die Weihnachts- und Neujahrszeit wenige Nachrichten erreichen, wird die nächste Ausgabe der UMSICHTEN  voraussichtlich Ende Januar 2011 erscheinen. Redaktionsschluss ist der 21.01.2011; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

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