Ausgabe 28 - 07.03.2012

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

In eigener Sache
(Umzug der Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz)

Neues aus ...

Publikationen und Dokumentationen
(Artikel „Jugendhilfe vor neuen Herausforderungen“; Artikel „Zur Vollstreckung von Inobhutnahmen insbesondere zum Verhältnis von Polizei und Jugendamt bei der Anwendung unmittelbaren Zwangs“; Comic-Flyer gegen Mobbing; „Zahlen, Daten, Fakten zu Jugendgewalt“; Erweiterung des bibliographischen Nachweissystems KrimDok)

Veranstaltungen und Termine
(Tagung „Schnelle, Härte, Konsequenz, Geduld? Über Realitäten und Illusionen im Jugendstrafrecht“; Seminar „Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen – Körpersprache und Wahrnehmung“; 14. Forum für Täter-Opfer-Ausgleich 2012 „Auf Augenhöhe“)

Redaktionsschluss

 

Herzlich willkommen zur 28. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

die Mitarbeiterinnen der Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei wünschen Ihnen einen schönen Frühling und viel Spaß beim Lesen der 28. Ausgabe der UMSICHTEN, dem Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz.
Herzliche Grüße

Kerstin Wilhelm
Redaktion UMSICHTEN

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In eigener Sache

Umzug der Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Die Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz zieht mit ihren Nachbarprojekten der Stiftung SPI – dem Berliner Büro für Diversionsberatung und -vermittlung und der Programmagentur Rechtskundepaket – um. Ab dem 01.04.2012 erreichen Sie uns in unseren neuen Räumlichkeiten in der Samariterstraße 19-20 in 10247 Berlin-Friedrichshain (U-Bahn Linie 5 Samariterstraße oder S- und U-Bahn Frankfurter Allee). E-mail Adressen und Telefonnummern bleiben unverändert.
Info und Kontakt: Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz unter 030-4490154 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Neues aus...

... der Schule

Gewaltpräventionsbericht 2010/2011
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat den Bericht zur Gewaltprävention und Krisenintervention an Berliner Schulen für das Schuljahr 2010/2011 herausgegeben. Die Zahl der Meldungen von Gewaltvorfällen und Notfällen sinkt weiterhin und hat im Vergleich zum Vorjahr um 7% abgenommen. Die „Notfallpläne für die Berliner Schulen“ (mittlerweile in zweiter Auflage) sind das zentrale Bezugssystem des Melde- und Hilfeverfahrens. Im aktuellen Bericht wird deutlich, dass das Schuljahr 2010/11 von der Berliner Schulstrukturreform geprägt war. Haupt-, Real- und Gesamtschulen wurden zusammengelegt bzw. wandelten sich zu Integrierten Sekundarschulen (ISS). Diese Veränderungen bewirkten eine Neuorganisation des Schulalltags. Auch zum Umgang mit Gewalt- und Notfallsituationen mussten sich die Schulleitungen mit den teilweise neu zusammengesetzten Kollegien verständigen. Im Bereich der Prävention lag der Schwerpunkt vieler Schulen im aktuellen Berichtszeitraum auf der Durchführung von Projekten gegen (Cyber-)Mobbing.
Info: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/hilfe...
„Notfallpläne für die Berliner Schulen“: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen...

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... der Polizei

„Eine Hand ist keine Faust“ 2012
Bereits seit 2004 wird das Präventionsprojekt der Berliner Polizei „Eine Hand ist keine Faust“ mit Berliner Oberschulen im Vorfeld der Walpurgisnacht und des 01. Mai durchgeführt. Im Rahmen einer Unterrichtseinheit wird unter anderem die geschichtliche Entwicklung der so genannten Maikrawalle vorgestellt, um schließlich über das korrekte Verhalten bei Versammlungen zu informieren sowie gemeinsam Gewaltphänomene zu diskutieren. In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Berlin werden den jugendlichen Schülern/-innen zudem Fälle und Urteile aufgezeigt, um die rechtliche Tragweite von typischen Straftaten in diesem Zusammenhang aufzuzeigen. Das Projekt wird in diesem Jahr vom 26.03. bis zum 27.04.2012 vorrangig allen Schulen in Pankow und Reinickendorf angeboten. Um rechtzeitige telefonische Anmeldung wird gebeten.
Info und Kontakt: Der Polizeipräsident in Berlin, Direktion 1 Stab 42 – Öffentlichkeitsarbeit und Prävention – unter 030-4664-104200

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... der Justiz

Warnschussarrest für jugendliche Gewalttäter/innen
Die Koalition hat sich bei ihrem ersten Koalitionstreffen 2012 auf mehrere Reformvorhaben geeinigt. Der sogenannte Warnschussarrest für junge Täter/innen ist einer von mehreren Beschlüssen. Jugendliche Gewalttäter/innen könnten somit künftig trotz einer nur zur Bewährung ausgesetzten Strafe vorübergehend in die Justizvollzugsanstalt kommen.
Info: http://www.n-tv.de/politik/Koalition-verspricht-Reformen-article5666011.html
Info pro/contra Warnschussarrest: http://www.dvjj.de/artikel.php?artikel=1613 und http://www.stern.de/politik/deutschland/pro-kontra...

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... anderen Bereichen

Traumaambulanz Berlin: „Hilfe für Opfer von Gewalttaten“
Nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) haben unschuldige Opfer von Gewalttaten und ihre Hinterbliebenen ein Anrecht auf Hilfe und Entschädigung für gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen. Die Traumaambulanz Berlin bietet im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) psychotherapeutische Unterstützung für Erwachsene, die Opfer einer Gewalttat geworden sind bzw. für Personen, die als Zeuge/-in einer Gewalttat unter psychischer Belastung leiden. Ziele des Angebotes sind unter anderem die Behandlung bestehender Belastungssymptome, die Wiederherstellung der Selbstkontrolle und die Vermeidung von Traumafolgestörungen. Die Traumaambulanz Berlin ist eine Kooperation des Landesamts für Gesundheit und Soziales Berlin und der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus.
Info: http://www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de/home/

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Publikationen und Dokumentationen

Artikel „Jugendhilfe vor neuen Herausforderungen“
In der aktuellen Ausgabe 4/2011 des Forschungsmagazins „Impulse”, herausgegeben vom Deutschen Jugendinstitut (DJI), ist der Artikel „Jugendhilfe vor neuen Herausforderungen“ erschienen. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention des DJI hinterfragt in dem Beitrag die Delinquenzbelastung von nichtdeutschen Jugendlichen. Bekannt ist, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund in den Statistiken der Strafverfolgung und auch im Strafvollzug überrepräsentiert sind. Häufig sind in den Biografien der Straffälligen nicht nur vielfache Defizite, sondern auch Ausgrenzungserfahrungen erkennbar. Hieraus ergibt sich ein spezifischer Bedarf, der neue Herausforderungen für die Jugendhilfe birgt. Für die Jugendhilfe gilt es, nicht nur Fachkräfte mit Migrationshintergrund zu beschäftigen, sondern darüber hinaus Angebote und Strategien weiterzuentwickeln, um den stetigen demographischen und gesellschaftlichen Veränderungen gerecht werden zu können. Zielgruppenspezifische stationäre Angebote für Jugendliche mit unterschiedlichen Migrationshintergründen sind ein mögliches Beispiel hierfür.
Info: http://www.dji.de/bibs/jugendkriminalitaet/JugendlicheMH_impulse_96.pdf

Artikel „Zur Vollstreckung von Inobhutnahmen insbesondere zum Verhältnis von Polizei und Jugendamt bei der Anwendung unmittelbaren Zwangs“
Inobhutnahmen sind vorübergehende Maßnahmen in Eil- und Notfällen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Das Jugendamt ist nach § 42 SGB VIII zur Inobhutnahme berechtigt und verpflichtet, wenn der/die Minderjährige um Obhut bittet oder eine dringende Gefahr für das Kindeswohl besteht. Aber auch die Inobhutnahme von unbegleiteten Kindern/Jugendlichen aus dem Ausland gehört zu den Aufgaben des Jugendamtes, bei denen in den letzten Jahren ein deutlicher Fallanstieg zu verzeichnen ist. Die Entscheidung über die Ergreifung derart eingriffsintensiver Maßnahmen obliegt allein dem Jugendamt. „Ist bei einer Inobhutnahme die Anwendung unmittelbaren Zwangs erforderlich, so sind die dazu befugten Stellen hinzuzuziehen“ (§ 42 SGB VIII, Abs. 6). Der Artikel „Zur Vollstreckung von Inobhutnahmen insbesondere zum Verhältnis von Polizei und Jugendamt bei der Anwendung unmittelbaren Zwangs“ thematisiert die Unklarheiten und Unsicherheiten sowohl bei Mitarbeitern/-innen des Jugendamtes also auch bei Polizeibeamten/-innen bezüglich der jeweiligen Kompetenzen an der gemeinsamen Schnittstelle Inobhutnahme.
Info: Finke, Betina: „Zur Vollstreckung von Inobhutnahmen insbesondere zum Verhältnis von Polizei und Jugendamt bei der Anwendung unmittelbaren Zwangs“ In: Das Jugendamt. Zeitschrift für Jugendhilfe und Familienrecht, Nr. 5, Mai 2011, 84. Jg, S. 251-258.

Comic-Flyer gegen Mobbing
Junge Menschen, die Opfer von Mobbing geworden sind, zu ermutigen, von ihren Opfer-Erfahrungen zu berichten und ihnen Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen, ist ein wesentliches Ziel des neuen Comic-Flyers „Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing". Der Flyer soll eine Hilfestellung sein, um mit Jugendlichen im schulischen oder außerschulischen Bereich über das Thema (Cyber-)Mobbing und mögliche Folgen für Opfer wiederholter (seelischer) Verletzungen und Schikanen ins Gespräch zu kommen. Der Flyer kann kostenlos bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (Pro PK) bezogen werden.
Info: http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/187.html

„Zahlen, Daten, Fakten zu Jugendgewalt“
Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention des Deutschen Jugendinstituts (DJI) hat die bundesweite Entwicklung von Jugendkriminalität, darunter speziell von Jugendgewalt, sowie aktuelle Zahlen zu strafrechtlichen Folgen zusammengefasst. Die Publikation „Zahlen, Daten, Fakten zu Jugendgewalt“ bietet einen kompakten Überblick über die Anzahl und Verteilung jugendlicher Tatverdächtiger nach Alter und Geschlecht sowie zur Viktimisierung/Opfergefährdung. Dabei werden über die polizeilichen Daten hinaus auch Erkenntnisse aus Dunkelfeldstudien und der Periodischen Sicherheitsberichte (PSB) des Bundeskriminalamts einbezogen.
Info: http://www.dji.de/bibs/jugendkriminalitaet/Zahlen-Daten-Fakten-Jugendgewalt_Dez_2011.pdf
Periodischer Sicherheitsbericht: http://www.bka.de/nn_193360/DE/Publikationen/Jahresberichte...

Erweiterung des bibliographischen Nachweissystems KrimDok
Die elektronische Datenbank zur Kriminologie „KrimDok“ ist um zahlreiche neue Einträge erweitert worden und umfasst damit nun rund 180.000 Nachweise über kriminologische Literatur. Eine kostenfreie Onlinerecherche im breiten Feld der Kriminologie und Kriminalitätsprävention ist übrigens nicht nur bei „KrimDok“, sondern auch im Kriminologie-Lexikon „KrimLex“ möglich.
KrimDok: http://avanti.jura.uni-tuebingen.de/~avanti-x/cgi-bin/acwww25/krimdok.htm
KrimLex: http://www.krimlex.de/schlagwort.php?BUCHSTABE=Alle

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Veranstaltungen und Termine

Tagung „Schnelle, Härte, Konsequenz, Geduld? Über Realitäten und Illusionen im Jugendstrafrecht“
„Schnelle, Härte, Konsequenz, Geduld? Über Realitäten und Illusionen im Jugendstrafrecht“ lautet der Titel des 7. Bundestreffens der Jugendrichter/innen, Jugendstaatsanwälte/-innen und Rechtsanwälte/-innen der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ e.V.). Da auch das Jugendstrafrecht immer stärker in den Fokus des Sicherheitsdenkens in Politik und Gesellschaft gerät, stellen sich vermehrt verfassungsrechtliche Fragen für den Justizalltag. Das Bundestreffen bietet Praktikern/-innen ein Forum, rechtliche und fachpraktische Fragen sowie drängende Probleme des Justizalltags mit namhaften Wissenschaftlern/-innen und erfahrenen Fachexperten/-innen offen und kontrovers zu diskutieren. Die Tagung findet vom 10.05. bis zum 12.05.2012 statt; Anmeldungen sind bis zum 07.03.2012 möglich.
Info und Kontakt: http://www.dvjj.de/data/pdf/fb26e400bcaf15d934de233b76d5419b.pdf

Seminar „Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen – Körpersprache und Wahrnehmung“
Gewaltstraftaten von Jugendlichen sind ein weites Themenfeld, welches eine große gesellschaftliche Relevanz besitzt. In der Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen ist es wichtig, einen Zugang zu ihren Denkmustern, Grundhaltungen und Gefühlen zu erhalten. Die praxis- und handlungsorientierte Fortbildung „Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen – Körpersprache und Wahrnehmung“ bietet diesbezüglich Theorie und Übungen u. a. zu möglichen Sozialisationsbedingungen von Tätern/-innen, konfrontativer Gesprächsführung sowie zum eigenen Auftreten und Grundhaltungen im Umgang mit Gewalttätern/-innen. Das Seminar findet vom 23.04. bis 24.04.2012 in Frankfurt am Main statt und wird vom Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement ausgerichtet.
Info: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/...
Kontakt: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

14. Forum für Täter-Opfer-Ausgleich 2012 „Auf Augenhöhe“

Vom 09.05. bis 11.05.2012 findet das 14. Forum für Täter-Opfer-Ausgleich in Münster statt. Die Veranstaltung, die vom Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung und dem LWL-Landesjugendamt Westfalen ausgerichtet wird, steht in diesem Jahr unter dem Titel „Auf Augenhöhe". Die Tagung richtet sich vorrangig an Praktiker/innen im Täter-Opfer-Ausgleich sowie im Bereich der Opfer- und Täterhilfe.
Info und Kontakt: http://www.toa-servicebuero.de/files/12-02-28%20Programm%20klein_0.pdf

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Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint Ende April 2012. Redaktionsschluss ist der 20.04.2012; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

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