Ausgabe 30 - 03.07.2012

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Erfahrungsberichte
(Fachtag „Keine Fallkonferenzen in Berlin! Aber was denn dann?“)

Neues aus ...

  • der Polizei
    (Polizeiliche Kriminalstatistik 2011; Neues Präventionsportal der Gewerkschaft der Polizei)
  • der Justiz
    (Rechtsausschuss zum Warnschussarrest; Zentrale Auskunftsstelle für den Berliner Justizvollzug)

Publikationen und Dokumentationen
(Krisennotdienste für Kinder und Jugendliche auf einen Blick – Aktualisierte Neuauflage der Plakate und Faltblätter; Bericht „Kinderarmut und Delinquenz"; Dokumentation „‘Was Hänschen nicht lernt…‘ Zum Umgang mit Strafunmündigen in Polizei und Sozialarbeit“)

Veranstaltungen und Termine
(Tagung „Zwischen Sein und Sollen, Können und Wollen“; Fortbildung „Professionelle Opferhilfe“; Jahrestagung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien; Tagung „Justizvollzug in Bewegung“; Fortbildung „Mediation für Schule, Jugendhilfe und Kita 2012/2013“)

Redaktionsschluss

Herzlich willkommen zur 30. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

heute erhalten Sie die 30. Ausgabe der UMSICHTEN, dem Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz. Wir freuen uns, dass wir seit dem Beginn unseres Newsletters im September 2007 regelmäßig über 1000 registrierte Abonnenten/-innen erreichen. Wir laden Sie daher immer wieder gern dazu ein, uns auch Ihre eigenen Beiträge zuzusenden – sie werden gelesen!
Ihnen allen einen schönen Sommer und herzliche Grüße

Kerstin Wilhelm
Redaktion UMSICHTEN

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Erfahrungsberichte

Fachtag „Keine Fallkonferenzen in Berlin! Aber was denn dann?“
Die Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz lud auf Anregung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft am 14.06.2012 zu einem berlinweiten Fachtag zur Verbesserung der interdisziplinären, ressortübergreifenden Zusammenarbeit im Umgang mit Mehrfach- und Intensivtätern ein. Wie die Vernetzung der beteiligten Institutionen an der gemeinsamen Schnittstelle zum Thema Mehrfach- und Intensivtäter optimiert werden und die Umsetzung der Empfehlungen aus dem aktuellen Rundschreiben Jug 5/2011 gelingen können, war Anlass und zentrale Frage der Veranstaltung mit dem Titel „Keine Fallkonferenzen in Berlin! Aber was denn dann?“.

Hintergrund des benannten Rundschreibens waren die zunehmenden Diskussionen um interdisziplinäre Fallkonferenzen als ein neues Instrument zur Intervention bei Mehrfach- und Intensivtätern. In einigen Bundesländern werden diese multiprofessionell besetzten Arbeitsbesprechungen zur Beratung konkreter Einzelfälle bereits durchgeführt. Zur Klärung der Notwendigkeit von Fallkonferenzen im Land Berlin sowie zur Festlegung einheitlicher und verbindlicher Verfahrensweisen beschäftigte sich 2011 die „Ressortübergreifende Arbeitsgruppe Kinder- und Jugenddelinquenz“ unter Federführung der heutigen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft mit dem Thema. Als Ergebnis wurde das Jugend-Rundschreiben Nr. 5/2011 „Zur Verbesserung der interdisziplinären, ressortübergreifenden Zusammenarbeit im Umgang mit Mehrfach- und Intensivtätern“ veröffentlicht. Darin wird u. a. heraus-gestellt, dass eine Einführung von Fallkonferenzen in Berlin derzeit für nicht erforderlich gehalten wird. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass „sowohl im Rahmen der Prävention, als auch der zukünftigen Vermeidung von Straftaten eine Vernetzung (…) aller mit dieser Aufgabe befassten Ressorts erforderlich und (…) notwendig ist, insbesondere zur Vermeidung von Doppelarbeit und zur Suche nach passgenauen Maßnahmen“.

Der Fachtag der Clearingstelle zielte darauf ab, die Empfehlungen des Rundschreibens bekannter zu machen und bot zudem die Möglichkeit des fachlichen Austauschs. Im Rahmen von regionalen Gesprächsgruppen wurden bestehende Kooperationsmodelle zwischen den Kommissariaten der täterorientierten Ermittlung und der Jugendhilfe im Strafverfahren vorgestellt sowie Optimierungs-möglichkeiten in der Vernetzung zwischen den genannten Akteuren benannt. Insgesamt kann festgehalten werden, dass in vielen Bezirken sehr gute persönliche Kontakte zwischen den genannten Professionen bestehen und ein regelmäßiger strukturierter Austausch (z. B. von sog. Intensivtäterlisten) praktiziert wird. Bei erforderlich werdenden Fragen oder Absprachen besteht somit die Möglichkeit, den/die konkrete/n Fallzuständigen/-in zu kontaktieren. Eine stabile Basis hierfür stellt das Kennenlernen der jeweiligen Aufgaben und Vorgehensweisen sowie das Benennen fester Ansprechpartner/innen dar. Einige Bezirke wollen das Vertrauen in die andere Profession, beispielsweise durch regelmäßige Arbeitstreffen, weiterhin stärken. Die Clearingstelle bietet hier ihre Unterstützung, beispielsweise in Form von Prozessbegleitungen, an. Viele Teilnehmer/innen des Fachtages wünschen sich darüber hinaus eine einheitliche Bearbeitung von Schwellen- und Intensivtätern bei der Staatsanwaltschaft sowie eine Aufhebung des Rotationsprinzips der Jugendrichter/innen, um auch mit der Justiz verbindlichere Kommunikationsstrukturen aufbauen zu können.

Info und Kontakt: Stiftung SPI, Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz unter 030-4490154 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Neues aus...

... der Polizei

Polizeiliche Kriminalstatistik 2011
Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat am 16.05.2012 die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundes für das Jahr 2011 vorgestellt. Der sich seit dem Jahr 2009 abzeichnende Rückgang der allgemeinen Gewaltkriminalität hat sich auch im aktuellen Berichtsjahr fortgesetzt. Die Zahl tatverdächtiger Jugendlicher und Heranwachsender ist ebenfalls erneut zurückgegangen. Ihr Anteil an allen Tatverdächtigen beträgt im Berichtszeitraum 10,2 Prozent (14-18 Jahre) bzw. 9,7 Prozent (18-21 Jahre). Sie wurden dabei hauptsächlich wegen jugendtypischer Delikte wie Körperverletzung (24,0 Prozent), Ladendiebstahl (24,3 Prozent) oder Sachbeschädigung (15,4 Prozent) registriert. Bei der Gewalt-kriminalität Jugendlicher war 2011 erneut ein Rückgang um 10,7 Prozent zu verzeichnen. Die Gewaltkriminalität weiblicher Jugendlicher hat im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent abgenommen. Zu beachten ist bei einem Vergleich der Tatverdächtigenzahlen immer auch die demografische Entwicklung, d. h. die Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung. Herausgeber der bundesweiten PKS ist das Bundesministerium des Innern.
Info: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads...

Neues Präventionsportal der Gewerkschaft der Polizei
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat ein neues Präventionsportal erstellt und erstmals im April 2012 im Rahmen des 17. Deutschen Präventionstages in München freigeschaltet. Das neue Portal bietet eine Fülle an Informationen und Publikationen zu Themen wie beispielsweise Gewalt, Sucht, Verkehrs-erziehung und dem Bereich Schule.
Info: http://www.polizei-dein-partner.de/

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... der Justiz

Rechtsausschuss zum Warnschussarrest
Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP wollen den sogenannten Warnschussarrest im Jugendstrafrecht verankern (wir berichteten). Am 23.05.2012 fand hierzu eine Anhörung im Rechtsausschuss statt, die aufzeigte, dass die Expertenmeinungen deutlich auseinandergehen. Acht Fachexperten/-innen bezogen Stellung zum Thema Warnschussarrest. Einige von ihnen vertreten die Auffassung, dass eine Kurzzeithaft eine abschreckende Wirkung auf die Täter/innen habe. Andere hingegen sind der Ansicht, der Warnschussarrest habe entweder gar keine Wirkung oder aber würde die Täter/innen stigmatisieren und möglicherweise eine kriminelle Karriere begründen. So plädierte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen e.V., Professor Dr. Christian Pfeiffer, allgemein für milde Strafen. Außerdem sei der medial und gesellschaftlich oft proklamierte Anstieg der Jugendkriminalität sei empirisch nicht haltbar.
Info: http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_05/2012_263/01.html

Zentrale Auskunftsstelle für den Berliner Justizvollzug
Zum 01.07.2012 entsteht eine zentrale Auskunftsstelle (ZASt) für den Berliner Justizvollzug. Sie wird räumlich und organisatorisch der Vollzugsgeschäftsstelle der Justizvollzugsanstalt Moabit zugeordnet. Die ZASt übernimmt die Zuständigkeit für Anfragen von Stellen außerhalb des Justizvollzugs in Bezug auf Inhaftierte, auf Nachfrage auch für allgemeine Informationen zu den einzelnen Justizvollzugsanstalten. Die Auskunftsstelle ist eine zentrale und unkomplizierte Möglichkeit zur Bearbeitung von Anfragen öffentlicher und nicht öffentlicher Stellen sowie von einer Straftat betroffenen Personen. Bei allen Ersuchen wird immer zuerst die rechtliche Zulässigkeit einer Auskunftserteilung zu prüfen sein. So sind beispielsweise Angaben, die sich konkret auf Insassen/-innen beziehen, sensible personenbezogene Daten und dürfen nur unter den im Justizvollzugsdatenschutzgesetz Berlin genannten Voraussetzungen übermittelt werden.
Info und Kontakt: http://www.berlin.de/sen/justiz/zentrale-auskunftsstelle-des-justizvollzuges/index.html

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Publikationen und Dokumentationen

Krisennotdienste für Kinder und Jugendliche auf einen Blick – Aktualisierte Neuauflage der Plakate und Faltblätter
Kinder, Jugendliche und Heranwachsende in akuten psychischen oder sozialen Not- und Konfliktlagen brauchen schnelle Hilfe. Leidvolle Situationen ereignen sich jedoch oft zu Zeiten, in denen nur schwer Hilfe zu bekommen ist. In diesen Fällen müssen Helfer/innen schnell erreichbar sein, auch wenn Ämter und Beratungsstellen geschlossen sind. In Berlin stehen hilfebedürftigen Menschen gut ausgestattete Krisennotdienste zur Verfügung, die über die ganze Stadt verteilt sind. In Notfällen kann auch abends, nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen auf diese zurückgegriffen werden. Krisennotdienste beraten, bieten kurzfristig Unterkunft und leisten Krisenintervention. In kritischen Situationen müssen diese Telefonnummern und Adressen zur Hand sein, ohne dass lange in Verzeichnissen nachgeschlagen werden muss. Die Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz gibt daher in der 5. Auflage aktualisierte Plakate und Flyer heraus, die einen einfachen Überblick über die Berliner Krisendienste und ihre Erreichbarkeiten bietet. Die Materialien können kostenfrei bei uns angefordert werden.
Kontakt: Stiftung SPI, Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz unter 030-4490154 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bericht „Kinderarmut und Delinquenz"
Der Landesrat für Kriminalitätsverhütung in Schleswig-Holstein hat sich in einer interdisziplinär und ressortübergreifend besetzten Arbeitsgruppe mit dem Thema „Kinderarmut – Risikomarker für Devianz?“ beschäftigt. Insbesondere wurden mögliche Auswirkungen von Armut auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Anknüpfend an die in der Fachöffentlichkeit regelmäßig dargestellten Folgen von Kinderarmut, wie beispielsweise Schuldistanz und/oder Delinquenz, hat die Arbeitsgruppe untersucht, ob materielle Kinderarmut ein unmittelbar oder mittelbar wirkender kriminogener Faktor sein kann. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe sind nun veröffentlicht und stehen zum Download bereit.
Info: http://www.schleswig-holstein.de/IM/DE/Service/... und http://www.schleswig-holstein.de/IM/DE/InnereSicherheit/...

Dokumentation „‘Was Hänschen nicht lernt…‘ Zum Umgang mit Strafunmündigen in Polizei und Sozialarbeit“
Im Rahmen der Tagungsreihe Polizei und Sozialarbeit richtete die Deutsche Vereinigung für Jugend-gerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ e.V.) vom 23.05. bis zum 25.05.2012 die Veranstaltung „‘Was Hänschen nicht lernt…‘ Zum Umgang mit Strafunmündigen in Polizei und Sozialarbeit“ aus. Im Fokus der Tagung stand die Thematik Kinderdelinquenz, deren mögliche Hintergründe und Präventionsansätze. Werden Straftaten von Kindern bekannt, kann oftmals dadurch auch eine Kindeswohlgefährdung sichtbar werden. In Bezug auf die kindliche Straffälligkeit wurden auch die Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit verschiedener Professionen diskutiert. Die Vorträge und Präsentationen sind mittlerweile auf der DVJJ-Homepage eingestellt.
Info: http://www.dvjj.de/artikel.php?artikel=1650

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Veranstaltungen und Termine

Tagung „Zwischen Sein und Sollen, Können und Wollen“
Vom 19.09. bis zum 21.09.2012 findet in der Universitätsklinik Kassel der 8. Bundeskongress der Jugendhilfe im Strafverfahren und gleichzeitig die 27. Praktikertagung Ambulante Maßnahmen nach dem Jugendrecht statt. Mit dem Thema „Zwischen Sein und Sollen, Können und Wollen“ werden vorrangig Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe angesprochen. Fachbeiträge, u. a. zur Zusammenarbeit von Jugendhilfe im Strafverfahren und Polizei sowie zur Evaluation und Wirksamkeit Sozialer Arbeit mit straffälligen jungen Menschen, werden ergänzt durch zahlreiche Arbeitskreise, in denen die Teilnehmer/innen zur Diskussion eingeladen werden. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ e.V.) in Kooperation mit der Universitätsklinik Kassel organisiert und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Anmeldefrist endet am 30.07.2012.
Info und Kontakt: http://www.dvjj.de/data/pdf/94ad4e6289b36a4ee7fa67ccf41d95d2.pdf

Fortbildung „Professionelle Opferhilfe“
Vom 24.09. bis 26.09.2012 veranstalten die Fakultät Sozialwissenschaften der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg und der Arbeitskreis der Opferhilfen in Deutschland (ADO) eine Fortbildung zur Professionellen Opferhilfe. Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die in ihrem Arbeitsfeld mit Opfern von Straf- und Gewalttaten arbeiten. Ziel ist es, Informationen und Techniken für einen sensiblen Umgang mit Menschen zu vermitteln, die Opfer von Straftaten, Stalking oder häuslicher Gewalt geworden sind. Anmeldeschluss ist der 24.08.2012
Info und Kontakt: http://www.opferhilfen.de/Fortbildung_Nuernberg_2012.pdf

Jahrestagung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien
Vom 26.09. bis zum 27.09.2012 findet in Lübeck die Jahrestagung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) statt. In Vorträgen und Diskussionen werden u. a. die Tatbestände der Jugendgefährdung und mögliche Entwicklungsperspektiven sowie der sog. Gangster-Rap als Propa-gierung eines kriminellen Lebensstils thematisiert. Anmeldungen sind bis zum 14.09.2012 möglich.
Info und Kontakt: http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/die-bundespruefstelle,did=177074.html

Tagung „Justizvollzug in Bewegung“
Die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) lädt vom 27.09. bis 28.09.2012 zur Fachtagung „Justizvollzug in Bewegung“ in Wiesbaden ein. Seit über 30 Jahren ist der Strafvollzug in Deutschland auf das Ziel der Resozialisierung ausgerichtet. Am sog. Behandlungsvollzug, welcher durch das Strafvollzugsgesetz gefordert wird, wird festgehalten. Auf der anderen Seite gerät der Justizvollzug in der Öffentlichkeit immer wieder unter Rechtfertigungsdruck, gerade wenn es um die Diskussion spektakulärer Einzelfälle und vermehrte Forderungen von Strafrechtsverschärfungen geht. Die Tagung wird sich mit aktuellen Themen rund um den Justizvollzug beschäftigen. Unter der Überschrift „Gewalt und Gewaltprävention“ werden u. a. eine neue Studie zu Gewalt und Suizid im Jugendstrafvollzug vorgestellt und neue Ansätze der Gewaltprävention diskutiert. Anschließend wird das Übergangsmanagement aus vollzugspraktischer und wissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Es werden zudem neue Entwicklungen beim Umgang mit sog. gefährlichen Straftätern/-innen erörtert, die vor allem mit Sicherungsverwahrung und Therapie-unterbringung verbunden sind. Anmeldungen sind bis zum 20.09.2012 möglich.
Info und Kontakt: http://www.krimz.de/tagung12.html

Fortbildung „Mediation für Schule, Jugendhilfe und Kita 2012/2013“
Mediationsprojekte an Schulen haben sich als nachhaltig erwiesen, was die Bestrebungen im Bereich Gewaltprävention anbetrifft. Das Potsdamer Institut für Weiterqualifizierung im Bildungsbereich (WiB) bietet Pädagogen/-innen, Sozialarbeitern/-innen und Ehrenamtlichen, die in Berlin und Brandenburg in den Bereichen Schule, Jugendhilfe und Kita tätig sind, eine Fortbildung zum/zur Schulmediator/in an. Ein Ziel der Fortbildung ist es, die Teilnehmer/innen zu befähigen, selbst Schülermediatoren/-innen auszubilden und in ihrer Aufgabe zu begleiten. Kommunikations- und Deeskalationstraining sowie das Kennenlernen und Durchführen der verschiedenen Phasen der Mediation sind Inhalte dieser Fortbildung. Parallel werden in Kleingruppen Konzepte für die eigene Schule erarbeitet, die im Rahmen der Fortbildung vorgestellt und diskutiert werden können. Die Weiterbildung umfasst acht Module plus Praxisstunden im Zeitraum von Oktober 2012 bis Juni 2013. Es besteht die Möglichkeit, die Bildungs-prämie in Anspruch zu nehmen.
Info und Kontakt: http://www.konflikte-als-chance.de/pdf/2012%20Ausschreibung...

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Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im August 2012. Redaktionsschluss ist der 10.08.2012; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

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