Ausgabe 31 - 21.08.2012

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Neues aus ...

Publikationen und Dokumentationen
(„Jugenddelinquenz: Zum Umgang mit straffällig gewordenen jungen Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe und der Jugendgerichtsbarkeit“; Aktualisierter Wegweiser für Inhaftierte, Haftentlassene und deren Angehörige; Dokumentation „Bildung – Prävention – Zukunft“; Fachlexikon der Sozialen Arbeit)

Veranstaltungen und Termine
(„Gewalt im öffentlichen Raum. Professionelle pädagogische Arbeit mit Delinquenten – Beiträge aus Forschung und Praxis“; „Klippen der Prävention im Bereich der Jugendkriminalität – Nachsorge im Jugendstrafvollzug“; Beccaria-Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention 2013; Vorankündigung Deutscher Präventionstag 2013)

Redaktionsschluss

Herzlich willkommen zur 31. Ausgabe der UMSICHTEN!

Die Mitarbeiterinnen der Clearingstelle begrüßen die Leserinnen und Leser unserer UMSICHTEN zurück aus den Sommerferien! Wie üblich erhalten Sie auch mit der 31. Ausgabe insbesondere viele Hinweise auf Publikationen und interessante Veranstaltungen im Bereich der Prävention von Kinder- und Jugend-delinquenz.

Kerstin Wilhelm
Redaktion UMSICHTEN

nach oben

Neues aus...

... der Jugendhilfe

Intensivpädagogische Betreuung für Kinder
Für massiv straffällige oder gefährdete Kinder besteht in Berlin nun die Möglichkeit einer Krisenintervention in einer Heimeinrichtung. Bis zu sieben Minderjährige können übergangsweise für maximal drei Monate in einer Einrichtung in Tegel intensiv betreut werden. Im Vordergrund stehen hier Schutz und Struktur für teilweise schwer traumatisierte Kinder, die mitunter von ihren Familien zu kriminellen Handlungen gezwungen wurden. Hintergrund für die Errichtung dieser Heimplätze war u.a. die Hilflosigkeit der Behörden im Umgang mit strafunmündigen Drogendealern, die sich immer wieder diversen Einrichtungen und damit Hilfeangeboten entzogen haben. Der Senat beauftragte die Jugendförderung Berlin gGmbH, einen Zusammenschluss des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF) und der Stiftung zur Förderung sozialer Dienste (FSD), mit der Entwicklung eines Konzeptes. Die Jugendsenatorin Sandra Scheeres stellte die Einrichtung in Tegel am 17.08.2012 vor.
Info: http://www.tagesspiegel.de/berlin/heim-fuer-straffaellige-kinder...

nach oben

... der Justiz

Neue Leitung in der Jugendstrafanstalt Berlin
Nachdem der Senator für Justiz und Verbraucherschutz Thomas Heilmann den langjährigen Leiter der Jugendstrafanstalt Berlin Marius Fiedler am 29.03.2012 in den Ruhestand verabschiedet hat, wurde am 06.07.2012 Herr Staatsanwalt Thorsten Luxa zum Leitenden Regierungsdirektor ernannt. Zugleich wurde ihm die Leitung der Jugendstrafanstalt Berlin übertragen.
Info: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20120329.1445.368159.html

nach oben

Publikationen und Dokumentationen

„Jugenddelinquenz: Zum Umgang mit straffällig gewordenen jungen Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe und der Jugendgerichtsbarkeit“
Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat in seiner Sitzung am 21.06. und 22.06. 2012 einen Beitrag zur 18. Tagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Jugendfragen (IAGJ) verabschiedet. Das Papier mit dem Titel „Jugenddelinquenz: Zum Umgang mit straffällig gewordenen jungen Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe und der Jugendgerichtsbarkeit“ wurde von der Geschäftsführerin der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V., Dr. Nadine Bals, vorbereitet und informiert über die Grundlagen des deutschen Jugendstrafrechts, seine Sanktionsmöglichkeiten sowie die Sanktionspraxis. Zudem wird die Mitwirkung der Jugendhilfe im Strafverfahren, insbesondere die Kooperation von Jugendgericht und Jugendhilfe erörtert. Einen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit der Fragestellung, ob eine Tendenz zu einer härteren Sanktionspraxis feststellbar ist. Im Beitrag wird außerdem die Debatte um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts, insbesondere der aktuell diskutierte Warnschuss- oder Einstiegsarrest aufgegriffen. Die IAGJ-Tagung findet im September 2012 in den Niederlanden zum Thema Jugendgewalt, Jugendkriminalität und jugendliche Intensivtäter statt.
Info: http://www.dvjj.de/artikel.php?artikel=1668 und http://www.agj.de/Artikel.76.0.html...

Aktualisierter Wegweiser für Inhaftierte, Haftentlassene und deren Angehörige
Bei Haftantritt und auch bei Entlassung ergeben sich für Inhaftierte und deren Angehörige viele Fragen, beispielsweise zu den Möglichkeiten der Existenzsicherung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe e.V. informiert Betroffene in einem aktualisierten Wegweiser darüber, welche staatlichen und sonstigen Hilfen es gibt, welche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein müssen und an wen man sich im Bedarfsfall wenden kann. Die Informationen werden regelmäßig an die Gesetzeslage angepasst. Betroffene finden außerdem in einem ausführlichen Adressverzeichnis Beratungseinrichtungen vor Ort. Die Broschüre kann bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe e.V. bestellt werden und steht zudem als kostenfreier Download bereit.
Info und Kontakt : http://www.bag-s.de/hilfe-in-ihrer-naehe/wegweiser/

Dokumentation „Bildung – Prävention – Zukunft“
Im Mai 2010 fand der 15. Deutsche Präventionstag im Internationalen Congress Centrum (ICC) in Berlin statt. Über 300 Referenten/-innen beschäftigten sich mit dem Schwerpunktthema „Bildung – Prävention – Zukunft“. Neben den Vorträgen, die bereits auf der Homepage des Deutschen Präventionstags eingestellt sind, wurden kürzlich ausgewählte Beiträge des 15. Deutschen Präventionstages in broschierter Form von Erich Marks und Wiebke Steffen herausgegeben. Unter anderem sind die Beiträge „Veränderungen, Umbrüche, Krisen - Gewaltprävention an Schulen im Wandel“ sowie „Campus Rütli CR² - von einer Schule mit zweifelhaftem Ruf zu einem Modellprojekt“ darin veröffentlicht.
Info: http://www.praeventionstag.de/nano.cms/Dokumentation/Buch/8
ISBN-10: 3942865025

Fachlexikon der Sozialen Arbeit
Das „Fachlexikon der Sozialen Arbeit“ ist das Standardwerk für alle, die im Bereich Sozialarbeit/-pädagogik tätig sind. Das Fachbuch ist mittlerweile in der 7. Auflage erschienen und umfasst über 1.500 übersichtlich strukturierte und teilweise neue Stichwörter, deren Auswahl sich nach den verschiedensten Arbeitsfeldern und Bedürfnissen der sozialen Arbeit richtet und dabei die neuesten methodischen Ansätze berücksichtigt. Herausgegeben wird das Fachlexikon vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Info: http://www.nomos-shop.de/Deutscher-Verein...
ISBN: 978-3-8329-5153-5

nach oben

Veranstaltungen und Termine

„Gewalt im öffentlichen Raum. Professionelle pädagogische Arbeit mit Delinquenten – Beiträge aus Forschung und Praxis“
Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ e. V.) – Landesgruppe Berlin lädt in Kooperation mit der Psychoanalytischen Hochschule Berlin (IPU) am 29.08.2012 zum Fachtag „Gewalt im öffentlichen Raum. Professionelle pädagogische Arbeit mit Delinquenten – Beiträge aus Forschung und Praxis“ ein. Es werden u.a. Erkenntnisse aus der kriminologischen Forschung in Bezug auf jugendliche Opfer und Täter/innen von Gewalt sowie polizeiliche Bekämpfungsstrategien dargestellt, nachdem aus ärztlicher Sicht die Gewalt als Resultat diverser Einschränkungen erörtert wird. Anmeldungen sind kurzfristig möglich.
Info und Kontakt: http://www.dvjj.de/data/pdf...

„Klippen der Prävention im Bereich der Jugendkriminalität – Nachsorge im Jugendstrafvollzug“

Das weite Feld der Jugendkriminalität ist ein viel und kontrovers diskutiertes Thema. Mediale Darstellungen vermitteln häufig den Eindruck einer dramatischen Entwicklung von Jugenddelinquenz und Gewalttaten. In Zusammenarbeit mit dem Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik (DBH), dem Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) und der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ e.V.) wird ein Fachtag ausgerichtet, der in Bezug auf die Debatten zur Jugendkriminalität und deren Prävention nach Aufklärung und Reflexion strebt. Wie entwickelt sich die Jugendkriminalität in Deutschland – auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern? Welche Anstrengungen werden aktuell unternommen, um kriminalpräventive Programme und Modelle zu entwickeln und zu evaluieren? Welche wissenschaftlichen Befunde hinsichtlich der Wirksamkeit von Kriminalprävention liegen vor? Lassen sich Merkmale erfolgreicher und nicht erfolgreicher präventiver Ansätze benennen? Diese und weitere Fragen sollen auf dem Fachtag mit dem Titel „Klippen der Prävention im Bereich der Jugendkriminalität – Nachsorge im Jugendstrafvollzug“ vom 24.10. bis zum 25.10.2012 in Stuttgart erörtert werden. Auch soll der Blick auf die notwendigen Kooperationen zwischen den beteiligten Akteuren wie Sozialarbeit, Justiz und Polizei sowie die Nachsorge im Jugendstrafvollzug gerichtet werden. Die Anmeldefrist endet am 14.10.2012.
Info und Kontakt: http://www.dvjj.de/veranstaltung... und http://www.akademie-rs.de/...

Beccaria-Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention 2013
Der Landespräventionsrat Niedersachsen bietet seit 2008 das Beccaria-Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention an. Das interdisziplinäre und praxisnahe Angebot richtet sich an diejenigen, die in kriminalpräventiv relevanten Bereichen tätig sind. Das Programm besteht aus den Modulen Kriminologie, Kriminalprävention, Projektmanagement und Projektbegleitung, die einzeln oder als Gesamtpaket belegt werden können. Nach Abschluss des Qualifizierungsprogramms sind die Teilnehmer/innen qualifiziert, fachliche Informationen wie z. B. kriminologische Literatur und Forschungsergebnisse kritisch zu bewerten, Präventionsprojekte unter Hinzuziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Daten zu entwickeln und umzusetzen sowie die Ziele präventiver Maßnahmen zu überprüfen. Werden alle vier Module erfolgreich absolviert, wird das Zertifikat „Fachkraft für Kriminalprävention" verliehen. Bei Belegung einzelner Module wird Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Der neue Durchgang des berufs-begleitenden Programms startet im Februar 2013. Anmeldeschluss ist spätestens fünf Wochen vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn.
Info und Kontakt: http://www.lpr.niedersachsen.de/nano.cms/de/,,,

Vorankündigung Deutscher Präventionstag 2013
Der kommende 18. Deutsche Präventionstag findet vom 22.04. bis zum 23.04.2013 zum Schwer-punktthema „Mehr Prävention – weniger Opfer“ in Bielefeld statt. Das Kongressprogramm ist noch nicht erschienen, jedoch können schon jetzt Anmeldungen zu den aktiven Beteiligungsmöglichkeiten erfolgen.
Info und Kontakt: http://www.praeventionstag.de/nano.cms/18-dpt-2013-bielefeld

nach oben

Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im Oktober 2012. Redaktionsschluss ist der 05.10.2012; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

nach oben

Newsletter abonnieren

Sie wollen regelmäßig unseren Newsletter UMSICHTEN erhalten? Bitte registrieren Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse.