Ausgabe 34 - 15.02.2013

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Neues aus ...

 

  • der Schule
    (Gewaltpräventionsbericht für das Schuljahr 2011/2012)
  • anderen Bereichen
    (Kabinett beschließt 14. Kinder- und Jugendbericht)

Publikationen und Dokumentationen
(Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe – Schwerpunkt Kinderdelinquenz; Berliner Forum Gewaltprävention Nr. 47; Jugendkriminalität und Kinder-/Jugendschutz im Land Brandenburg – Eine Synopse zu geförderten Projekten des Landespräventionsrates)

Veranstaltungen und Termine
(Seminar „Alltägliche Gewalt im schulischen Kontext“; Deeskalations-Training „Professionelles Handeln in konflikt- und gewaltbelasteten Situationen“; 18. Deutscher Präventionstag; Berufsbegleitender Zertifikatskurs „Pädagogik für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“; „Psychische Auffälligkeiten junger Menschen und Jugenddelinquenz. Herausforderungen für Sozialarbeit und Polizei (Polizei & Sozialarbeit XVIII)“; Zertifikat „Präventionsmanager Gewaltbereite Jugendliche“)

Redaktionsschluss

 

Herzlich willkommen zur 34. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

mit der 34. Ausgabe der UMSICHTEN, dem Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugend-delinquenz, haben wir insbesondere zahlreiche Hinweise auf Dokumentationen und Veranstaltungen für Sie zusammengestellt. Wie immer sind Sie herzlich eingeladen, selbst einen Beitrag – beispielsweise in der Rubrik Erfahrungsberichte – zu schreiben.

Kerstin Wilhelm
Redaktion UMSICHTEN

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Neues aus...

... der Schule

Gewaltpräventionsbericht für das Schuljahr 2011/2012
Jedes Jahr werden Schwerpunkte der gewaltpräventiven Aktivitäten einschließlich einer Übersicht zu Gewaltvorfällen und Notfällen an Berliner Schulen zusammengestellt. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat nun den Gewaltpräventionsbericht für das Schuljahr 2011/2012 veröffentlicht. Die Meldungen von Gewaltvorfällen und Notfällen insgesamt sind danach im Vergleich zum Vorjahr um 25% gestiegen. Während Meldungen von schwerer körperlicher Gewalt um ca. 11% abnahmen, sind sie hingegen bei weniger schwerwiegenden Vorfällen wie z. B. Beleidigungen und Drohungen deutlich gestiegen. Erhöhte Meldungen bilden nicht zwingend eine erhöhte Anzahl von Vorfällen ab, sondern zeigen möglicherweise, dass die Schulen häufiger, früher und offensiver auf Regelverstöße und eskalierende Konflikte reagieren. So wird beispielsweise hervorgehoben, dass die Bildung und Arbeit von Krisenteams an Schulen weiter gefördert und zudem viele Präventionsaktivitäten von den Schulen selbst sowie in Kooperation mit lokalen Netzwerken/Projekten initiiert wurden.
Info: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/hilfe...

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... anderen Bereichen

Kabinett beschließt 14. Kinder- und Jugendbericht
Die Bundesregierung legt dem Bundestag und dem Bundesrat in jeder Legislaturperiode einen Bericht über die Lebenssituation junger Menschen vor. Die Berichte enthalten insbesondere Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, hat am 30.01.2013 den 14. Kinder- und Jugendbericht und die Stellungnahme der Bundesregierung ins Bundeskabinett eingebracht. Hervorgehoben wurde u. a., dass Bildung der Schlüssel für faire Chancen von Kindern und Jugendlichen darstelle und somit die frühkindliche Bildung entscheidend für einen guten Start in einen erfolgreichen Bildungsweg sei. Da Bildung mehr ist als Schulwissen, gilt es ebenso, soziale Fähigkeiten und lebensnahe Alltagskompetenzen zu fördern. Dies stellt einen wesentlichen Ansatzpunkt für alle Akteure, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, dar. Dies betrifft somit auch diverse Projekte in Schulen und Freizeiteinrichtungen.

Der 14. Kinder- und Jugendbericht zeichnet ein aktuelles Lagebild der Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Im Fokus stehen dabei die Bewertung der Kinder- und Jugendhilfe und ihr Beitrag zu einem gelingenden Aufwachsen sowie zur gesellschaftlichen Integration junger Menschen. Der Bericht ist somit auch wertvoll für Bestrebungen im Bereich der Prävention und wird zum Ende des Jahres vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) als Geschäftsführung fertig gestellt.
Info: http://www.dji.de/cgi-bin/projekte/output.php?projekt=1024 und http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/...

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Publikationen und Dokumentationen

Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe – Schwerpunkt Kinderdelinquenz
Die aktuelle Ausgabe 04/2012 der Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) beinhaltet diesmal zum Schwerpunkt „Kinderdelinquenz“ Fachbeiträge renommierter Experten/-innen im Bereich der Delinquenzprävention. U. a. wird erörtert, ob Prävention von Kinderdelinquenz überhaupt möglich und nötig ist. Außerdem wird die Frage nach einer möglichen Kindeswohlgefährdung im Zusammenhand mit delinquentem Verhalten beleuchtet.
Info: http://www.dvjj.de/artikel.php?ebene=2,433&artikel=1741

Berliner Forum Gewaltprävention Nr. 47
Dr. Michael Kohlstruck von der Arbeitsstelle „Jugendgewalt und Rechtsextremismus“ am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin hat seinen neuesten Forschungsbericht zum Thema Jugendgewalt und Rechtsextremismus am 22.01.2013 vorgestellt (wir berichteten). Für die Analyse im Themenfeld „Vorurteils- und Gewaltprävention“ sind zwei Berliner Quartiere ausgewählt worden: das Gebiet Moabit West sowie das Gebiet Falkenhagener Feld Ost. Beide sind seit vielen Jahren Bestandteil des Programms „Soziale Stadt“ und zudem Teil der „Aktionsräume Plus“ in Berlin, die im Jahr 2010 als besondere Gebiets- und Förderkulisse vom Senat beschlossen wurden. Der Bericht beschreibt die soziale und demographische Situation in den beiden Untersuchungsgebieten. Dabei wird aufgezeigt, welche Anforderungen sich aus dem sozialen Umfeld und den demographischen Besonderheiten in den beiden Quartieren für die Präventionspraxis ergeben.
Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt hat die Ergebnisse des Forschungsberichts mit dem Titel „Die Praxis von Vorurteils- und Gewaltprävention in zwei Berliner Quartieren" in der Reihe „Berliner Forum Gewaltprävention“ veröffentlicht.
Info: http://www.berlin.de/imperia/md/content/...

Jugendkriminalität und Kinder-/Jugendschutz im Land Brandenburg – Eine Synopse zu geförderten Projekten des Landespräventionsrates

Bereits im Jahr 2002 wurde im sog. „Düsseldorfer Gutachten“ (Leitlinien wirkungsorientierter Kriminalprävention) darauf hingewiesen, dass eine systematische Evaluation von kriminalpräventiven Maßnahmen in Deutschland erforderlich sei, da sonst eine empirische Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden könne. Vor diesem Hintergrund wurden kürzlich die vom Landespräventionsrat Brandenburg geförderten Projekte im Bereich Kinder-und Jugendschutz untersucht. Aus den Analyseergebnissen lassen sich Empfehlungen auf verschiedenen Ebenen ableiten: Neben der Optimierung formaler Vorgaben zielen die Empfehlungen darauf ab, die Qualität der geförderten Maßnahmen langfristig zu sichern. Zuletzt bedarf es der Transparenz und eines Transfers, um Neuerungen und Ideen in die Praxis zu tragen und weiterzuentwickeln.
Info: http://www.sicherheitsoffensive.brandenburg.de/...
Düsseldorfer Gutachten: http://www.duesseldorf.de/download/dgll.pdf

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Veranstaltungen und Termine

Seminar „Alltägliche Gewalt im schulischen Kontext“
Gewalt im schulischen Alltag kann sich u.a. in Form von Sachbeschädigungen, Bedrohungen oder physischen und psychischen Übergriffen äußern. Sowohl Schüler/innen als auch Lehrkräfte stehen diesen Problemen oft hilflos gegenüber.
Eine effektive Methode Gewalt entgegenzuwirken und an Schulen ein positives Klima zu erhalten bzw. wieder zu schaffen, ist die Früherkennung der Problematiken und ihrer Ursachen. Das oben genannte Seminar findet vom 27.02. bis zum 28.02.2013 in Frankfurt/Main statt und befasst sich mit möglichen Hintergründen, Auslösern und Gelegenheiten für Gewaltsituationen. Handlungsorientierte und strukturelle Ansätze werden anhand von Fallbeispielen diskutiert. Themen wie Zivilcourage, Gesprächsführung und Haltung im Umgang mit gewaltbereiten Schülern/-innen gehören ebenso zum Seminarinhalt. Das vom IPBm ausgerichtete Seminar richtet sich an alle Mitarbeiter/innen aus den Bereichen Schule und Jugendeinrichtungen sowie an Institutionen, die eine strukturierte Gewaltprävention aufbauen möchten. Das Seminar stellt eine Ergänzung zu den IPBm-Angeboten „System Sichere Schule“ und „Krisenteams an Schulen“ dar.
Info: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/...
Kontakt: Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Deeskalations-Training „Professionelles Handeln in konflikt- und gewaltbelasteten Situationen“
Die Paritätische Akademie bietet vom 11.03. bis zum 12.03.2013 ein Deeskalations-Training für Sozialarbeiter/innen und Erzieher/innen aus der stationären und ambulanten Jugendhilfe sowie aus dem Bereich Schule an. Das frühzeitige Erkennen und die professionelle Einschätzung gewaltbelasteter Situationen sollen ebenso Inhalt des Seminars sein wie deeskalierende Gesprächstechniken und mögliche Hintergründe gewaltbereiten Verhaltens. Bei freien Plätzen sind auch kurzfristige Anmeldungen möglich.
Info und Kontakt: http://paritaetische-akademie.de/content/...

18. Deutscher Präventionstag
Der 18. Deutsche Präventionstag wird vom 22.04. bis zum 23.04.2013 in der Stadthalle Bielefeld stattfinden. Neben zahlreichen aktuellen Themen aus dem gesamten Arbeitsfeld der Kriminalprävention und angrenzender Präventionsbereiche befasst sich der kommende Deutsche Präventionstag mit dem Schwerpunktthema „Mehr Prävention – weniger Opfer“.
Info: http://www.praeventionstag.de/nano.cms/18-dpt-2013-bielefeld

Berufsbegleitender Zertifikatskurs „Pädagogik für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“
Die Alice Salomon Hochschule Berlin bietet in Kooperation mit dem Berliner Institut für Soziale Kompetenz und Gewaltprävention (BISG e.V.) erneut den berufsbegleitenden Hochschul-Zertifikatskurs „Pädagogik für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“ an. Die Weiterbildung umfasst 14 Module im Zeitraum vom 03.05.2013 bis zum 05.07.2014 und wendet sich vorrangig an praxiserfahrene Hochschulabsolventen/-innen der Bereiche Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung sowie Gesundheit. Die Bewerbungsfrist endet am 22.03.2013.
Info und Kontakt: http://www.ash-berlin.eu/weiterbildung/zertifikatskurse/...
Bewerbungsformular: http://www.ash-berlin.eu/fileadmin/...

„Psychische Auffälligkeiten junger Menschen und Jugenddelinquenz. Herausforderungen für Sozialarbeit und Polizei (Polizei & Sozialarbeit XVIII)“

In der Wahrnehmung von Fachkräften aus den Bereichen Sozialarbeit und Polizei nehmen die psychischen Auffälligkeiten junger Menschen zu. Wenn dieses Gefühl die Wirklichkeit abbildete, würden sich neue Arbeitsfelder eröffnen und es müssten weitere Kooperationspartner/innen einbezogen werden. Im Rahmen der Veranstaltung geht es um Erscheinungsformen psychischer Auffälligkeiten und ihren Zusammenhang mit Delinquenz, um die besonderen Herausforderungen für Soziale Arbeit und Polizei und deren Kooperation sowie um die Förderung der Widerstandsfähigkeit von jungen Menschen. Die Tagung findet vom 10.06. bis zum 12.06.2013 in Hofgeismar statt und zählt zu der Reihe „Polizei & Sozialarbeit“ der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ e.V.). Eingeladen sind insbesondere Fachkräfte bei der Polizei, bei öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe, bei Schulen, Justiz und Ministerien. Anmeldungen sind bis zum 25.04.2013 möglich.
Info: http://www.dvjj.de/data/pdf/a7fdebd8d8cf33f13e1a22c597a94877.pdf
Kontakt: DVJJ Geschäftsstelle, Frau Tschertner, unter 0511-3483642 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zertifikat „Präventionsmanager Gewaltbereite Jugendliche“
Die zertifizierte Fortbildungsreihe richtet sich an alle Akteure und Institutionen, die in ihrer Arbeit gewaltbereiten Jugendlichen begegnen. Der „Präventionsmanager Gewaltbereite Jugendliche“ stellt inhaltlich eine Ergänzung zu etablierten Interventionsverfahren, wie z. B. erlebnispädagogischer oder konfrontativer Methoden und Programme, dar. Mit dem Zertifikat zum Präventionsmanager belegen die Teilnehmer/innen, dass sie über das aktuelle Fachwissen in diesem Bereich verfügen. Sie erlernen Instrumente der Risikoeinschätzung und sind in der Lage ein individuelles Fallmanagement durchzuführen.
Die Zertifizierung erfolgt nach Abschluss von zwei Wahlseminaren sowie einem Pflichtseminar. Themen, Termine und Anmeldemodalitäten können dem Flyer des IPBm entnommen werden.
Info und Kontakt: http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de/...

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Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im April 2013. Redaktionsschluss ist der 05.04.2013; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

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