Ausgabe 37 - 26.09.2013

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Neues aus ...

  • der Justiz
    (Diskussionsplattform zum künftigen Berliner Strafvollzugsgesetz; Reform bei der Staats-anwaltschaft im Kreis Soest)
  • anderen Bereichen
    (Neue Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention)

Publikationen und Dokumentationen
(Erste Ergebnisse des 29. Deutschen Jugendgerichtstages; Arbeitshilfen für Schulen zu den Themen Gewaltprävention und Integration; Fachliche Empfehlungen für die Mitwirkung der Jugendhilfe in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz)

Veranstaltungen und Termine
(Veranstaltung „Früherkennung seelischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen“; 4. Bewährungshelfertag: Spannungsfeld Bewährungshilfe – Sicherheits- (Angst-)management und/oder Resozialisierung?!; „Spätstarter ohne Stütze?“ – Gefährdete Jugendliche und Heranwachsende zwischen den Hilfesystemen)

Redaktionsschluss

 

 

Herzlich willkommen zur 37. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

mit der 37. Ausgabe der UMSICHTEN, dem Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugendkriminalität in Berlin wünscht Ihnen das Team der Clearingstelle einen fachlich spannenden und bunten Herbst.

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Neues aus...

... der Justiz

Diskussionsplattform zum künftigen Berliner Strafvollzugsgesetz
Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz arbeitet aktuell am künftigen Berliner Strafvollzugsgesetz. Der Senator für Justiz und Verbraucherschutz, Thomas Heilmann, möchte erstmals alle Mitarbeiter/innen der Berliner Justizvollzugsanstalten und der Sozialen Dienste der Justiz, Vollzugs-wissenschaftler/innen sowie Vertreter/innen von freien Trägern, Verbänden und andere Kooperations-partner/innen des Justizvollzuges  bereits vor der Veröffentlichung des Entwurfes durch die Senats-verwaltung einbinden. Die Idee ist es, die Erfahrungen und Ideen der im Vollzug tätigen Personen in das neue Gesetz einfließen zu lassen, um so die komplexe Arbeit mit straffälligen Menschen erfolgreich zu gestalten. Daher ist eine Diskussionsplattform erstellt worden, auf der die einzelnen Paragrafen in der aktuellen Entwurfsversion kommentiert werden können. Bis zum 31.10.2013 ist diese Expertenbeteiligung im Rahmen der Gestaltung des Berliner Justizvollzuges online möglich.
Info: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/...
Diskussionsplattform: http://strafvollzugsgesetz.berlin.de/registration/

Reform bei der Staatsanwaltschaft im Kreis Soest
Im Kreis Soest (NRW) startete das landesweite Projekt zur Neuorganisation der Staatsanwaltschaft in Sachen Jugendstraftaten. Bisher sind die Beschuldigten den Staatsanwälten/-innen mit dem Anfangs-buchstaben ihres Nachnamens zugeteilt. Dies hat zur Folge, dass es immer wieder verschiedene Ansprechpartner/innen u.a. für die regional tätige Jugendhilfe im Strafverfahren gibt. Seit Juli ist nun ein/eine Staatsanwalt/-anwältin pro Kommune zugeordnet. Der Verlauf und die geplante Erweiterung der Umstrukturierung werden verfolgt. Eine Regionalisierung der Staatsanwaltschaft wurde bereits mehrfach auch in Berlin thematisiert, aber bisher aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt.
Info: http://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/soest-reform-staatsanwaltschaft...

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... anderen Bereichen

Neue Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention
Im Rahmen des Gesamtkonzepts zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz hat die Landes-kommission Berlin gegen Gewalt gemeinsam mit verschiedenen Senatsverwaltungen eine Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention initiiert. Diese nahm am 01.07.2013 ihre Tätigkeit auf. Die Einrichtung dieser Arbeitsstelle zielt darauf ab, bei der Umsetzung des Konzepts verstärkt wissenschaftliche Erkenntnisse einfließen zu lassen und die Weiterentwicklung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Bereich der Jugendgewaltdelinquenz wissenschaftlich zu stützen. Aus dem in den zurückliegenden Monaten durchgeführten europaweiten Vergabeverfahren ging die Camino gGmbH als beste Bewerberin hervor und wird nun das Forschungsvorhaben umsetzen.
Info: http://www.berlin.de/lb/lkbgg/pressemitteilungen/... und http://www.jugendgewaltpraevention-berlin.de/

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Publikationen und Dokumentationen

Erste Ergebnisse des 29. Deutschen Jugendgerichtstages
Alle drei Jahre richtet die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ e.V.) den Deutschen Jugendgerichtstag aus. Der 29. Deutsche Jugendgerichtstag mit dem Titel „Jugend ohne Rettungsschirm – Herausforderungen annehmen!“ fand vom 14.09.2013 bis zum 17.09.2013 in Nürnberg statt (wir berichteten). Die Ergebnisse der 16 Arbeitskreise sind nun veröffentlicht.
Info: http://www.dvjj.de/sites/default/files/...

Arbeitshilfen für Schulen zu den Themen Gewaltprävention und Integration
Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Gewalt verhindern – Integration fördern" finden u.a. Aktionstage gegen Jugendgewalt mit prominenter Unterstützung – wie zuletzt beispielsweise im Juni mit Ralf Möller an der Ernst-Schering-Schule in Berlin-Mitte – statt. Die Aktion möchte einen nachhaltigen Beitrag zur Verminderung von Kinder- und Jugendgewalt leisten. Gleichzeitig ist die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund Ziel des Projektes, welches seit Februar 2011 von der Zeitbild Stiftung mit Förderung des Europäischen Integrationsfonds und des Bundesministeriums des Innern durchgeführt wird. Um die Themen Gewalt, Gewaltprävention und Integration im Unterricht zu behandeln und den interkulturellen Dialog zwischen den Lehrkräften und den Schülern/-innen zu fördern, stehen Arbeitsblätter für Grund- und weiterführende Schulen zum Download zur Verfügung. Empfehlungen und Hinweise für den Einsatz der Arbeitsblätter im Unterricht liefert eine begleitende pädagogische Handreichung.
Info: http://www.jugendgewalt-vorbeugen.de/schulmaterialien/ und http://www.jugendgewalt-vorbeugen.de/veranstaltungen/...

Fachliche Empfehlungen für die Mitwirkung der Jugendhilfe in Verfahren nach dem Jugend-gerichtsgesetz
Das Bayerische Landesjugendamt hat eine Neufassung der bereits 1993 formulierten „Fachlichen Empfehlungen für die Mitwirkung der Jugendhilfe in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz“ veröffentlicht. Ziel der aktuellen Auflage ist es, aus gesetzlichen Änderungen resultierende Aufgaben neu zu beschreiben und die Jugendstrafrechtspflege aus Sicht der Jugendhilfe zeitgemäß darzustellen.
Info: http://www.blja.bayern.de/schriften/FachlicheEmpfehlungen...

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Veranstaltungen und Termine

Veranstaltung „Früherkennung seelischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen“
Psychische Erkrankungen werden bei Kindern und Jugendlichen oftmals spät erkannt und behandelt. Häufig zeigt sich erst nach vielen Jahren, dass den Symptomen einer Auffälligkeit eines jungen Menschen nur mit unzureichenden Mitteln begegnet werden konnte, weil die Verhaltensweisen vom Umfeld nicht richtig gedeutet wurden. Vor diesem Hintergrund findet am 16.10.2013 von 14:00 Uhr bis17:00 Uhr im Max-Planck-Gymnasium in Berlin-Mitte eine Informationsveranstaltung zum Thema „Früherkennung seelischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen“ statt. Der Nachmittag soll einen Einblick in die Möglichkeiten der Früherkennung geben und dazu beitragen, diagnostische und therapeutische Maßnahmen frühzeitiger zu nutzen. Mitunter werden mögliche psychiatrische Ursachen und Folgen von Schuldistanz sowie die erforderliche Vernetzung zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe thematisiert. Die Veranstaltung gehört zu der im Jahr 2007 gestarteten Fortbildungsreihe der Kooperationspartner Vivantes Klinikum im Friedrichshain (Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie), Charité Campus Mitte, Charité Universitätsmedizin Berlin (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie), FETZ (Früherkennungs- und Therapiezentrum für beginnende Psychosen Berlin-Brandenburg) sowie der Bezirksämter Mitte und nunmehr auch Friedrichshain-Kreuzberg. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Anmeldungen sind nicht möglich; es stehen jedoch 400 Plätze zur Verfügung.
Info: http://www.berlin.de/ba-mitte/org/gesplanleit/psk_kjp_fobi.html  

4. Bewährungshelfertag: Spannungsfeld Bewährungshilfe – Sicherheits-(Angst-)management und/oder Resozialisierung?!
Der Bewährungshelfertag findet 2013 zum 4. Mal in Kooperation zwischen der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer e. V. (ADB e. V.) und dem DBH-Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik statt. Die Schirmherrschaft für den diesjährigen Bewährungshelfertag hat Herr Dr. Schöneburg, Justizminister des Landes Brandenburg, übernommen. In den letzten Jahren vollzog sich in Deutschland nahezu ein vollständiger Paradigmenwechsel in der Betreuungsarbeit für die Bewährungshelfer/innen im Umgang mit der Klientel. Dieser Wandel kann kritisch betrachtet oder gar hinterfragt werden, sodass im Tätigkeitsfeld der Bewährungshilfe der Bedarf besteht, sich mit der delikt- oder risikoorientierten Bewährungshilfe und den sich vollziehenden Veränderungen auseinander zu setzen. Als diesjähriges Thema wurde das „Spannungsfeld Bewährungshilfe – Sicherheits- (Angst-)management und/oder Resozialisierung?!“ gewählt. Neben praxisnahen Vorträgen soll auch ein bundesweiter Austausch in der Bewährungshilfe befördert werden. Anmeldungen sind bis zum 15.10.2013 bei der ADB möglich.
Info und Kontakt: http://www.bewaehrungshilfe.de/... und http://www.dbh-online.de/veranstaltungen...

„Spätstarter ohne Stütze?“ – Gefährdete Jugendliche und Heranwachsende zwischen den Hilfe-systemen

Die Münsteraner Längsschnittstudie zum delinquenten Verhalten junger Menschen im Lebenslauf stellt eine Gruppe von Heranwachsenden heraus, die als sogenannte „späte Starter" in einem relativ hohen Lebensalter erstmals mit erheblichen Straftaten in Erscheinung treten. Dieses empirisch erhärtete Phänomen wirft grundsätzliche Fragen auf, da sich delinquente Verhaltensweisen üblicherweise bereits in früheren Lebensphasen zeigen. Am 18.11.2013 wird in Münster hierzu eine Tagung mit dem Titel „Spätstarter ohne Stütze? – Gefährdete Jugendliche und Heranwachsende zwischen den Hilfesystemen“ stattfinden. Die Veranstalter wollen an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe, Grundsicherung und Arbeitsförderung u.a. der Frage nachgehen, welche staatlichen Hilfeleistungen für gefährdete Jugendliche und Heranwachsende zugänglich sind, inwieweit diese wirksame Hilfeleistungen darstellen und ob sie an die Lebenswelten der jungen Menschen anknüpfen können. Die Anmeldefrist für die gemeinsam von der DVJJ e.V. (Regionalgruppe Westfalen-Lippe), dem Landesjugendamt Westfalen (LWL) und dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster ausgerichtete Veranstaltung endet am 25.10.2013.
Info: http://www.lwl.org/lja-download/...

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Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im November 2013. Redaktionsschluss ist der 15.11.2013; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

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