Ausgabe 1 - 26.09.2007

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI - Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Neues aus ...

  • der Schule
    (Schulsozialarbeit, Denkzeittraining, Verstehen und Handeln X)
  • der Jugendhilfe
    (Gangway-Fußballliga, Kiezläufer, Drogensprechstunde, „Spaß ohne Gras“)
  • der Polizei
    (ASOG-Änderung)
  • der Justiz
    (Jugendstrafvollzugsgesetz, Modell "Schwellentäter")
  • anderen Bereichen
    (Integrationspreis 2007, Notinsel)

Publikationen und Dokumentationen
(DJI-Bericht, Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Kunststück Erziehung, Krisennotdienste, Happy Slapping, Dt. Jugendgerichtstag, Wiesbadener Erklärung)

Evaluationen
(Berliner Straßensozialarbeit)

Fördermöglichkeiten
(LOS, Hauptstadtpreis, Hans-Götzelmann-Preis)

Veranstaltungen und Termine
(Berliner Präventionstag, Seminar zur Jugendgewalt, Präventionstag Friedrichshain-Kreuzberg u.a.)

Redaktionsschluss

 

Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe der UMSICHTEN!


Sehr geehrte Damen und Herren,

dies ist die erste Ausgabe der UMSICHTEN, dem Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz. UMSICHTEN ist ein neuer Service der Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei (Stiftung SPI), der alle Interessierten, die in der Präventionsarbeit tätig sind, mit aktuellen Informationen versorgt. Der Newsletter erscheint ab sofort im Abstand von etwa acht Wochen und bietet Ihnen aktuelle Nachrichten aus Schule, Jugendhilfe, Polizei und Justiz, die für die Präventionsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden wichtig sind. UMSICHTEN informiert über aktuelle Präventionsmaßnahmen und -angebote, über interessante Publikationen und Dokumentationen, Literaturtipps, Veranstaltungen und vieles mehr.

UMSICHTEN ist ein interaktives, Internet-basiertes Medium, das seinen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit bietet, selber Nachrichten zu verfassen oder Hinweise für die nächste Ausgabe zu geben. Ihre Hinweise können Sie uns gerne unter Ihr Beitrag zuleiten.

Wir sind sehr interessiert an Ihren Reaktionen auf die UMSICHTEN und freuen uns über hilfreiche Anmerkungen, Kritik, Lob und Verbesserungsvorschläge. Geben Sie uns deshalb gerne Ihr Feedback .

Wenn Sie automatisch eine Benachrichtigung über die jeweils aktuelle Ausgabe der UMSICHTEN erhalten möchten, können Sie sich dafür hier anmelden. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch interessierte Kolleginnen und Kollegen, andere Dienststellen und Einrichtungen auf die UMSICHTEN aufmerksam machen. Je mehr Leserinnen und Leser der Newsletter hat, desto größer ist der Grad an Vernetzung und der Nutzen für die Präventionsarbeit, den wir mit der Herausgabe der UMSICHTEN anstreben.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Das Team der Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei

Jürgen Schendel, Konstanze Fritsch, Annika von Walter

nach oben

Neues aus...

... der Schule

Sozialarbeiter/innen an Schulen
Nach den Haupt- und Sonderschulen sollen nun auch Grund- und Berufsschulen Unterstützung durch Sozialarbeiter/innen bekommen. Dies haben SPD und Linkspartei im Rahmen ihrer Verhandlungen für den nächsten Doppelhaushalt beschlossen. Schon im kommenden Schuljahr 2007/08 wird es drei Millionen Euro für die Haupt- und Sonderschulen geben, deren Sozialarbeiter/innen bisher aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wurden. Im Jahr 2009 sollen 4,5 Millionen für das Vorhaben bereitgestellt werden. Im Haushalt 2010/2011 soll über die Ausweitung auf Realschulen und Gymnasien beraten werden. Geplant ist, dass die Schulen Kooperationen mit Jugendhilfeträgern eingehen, die dann nach Bedarf Projekte anbieten. An den Hauptschulen haben sich diese Kooperationen bereits bewährt. (Der Tagesspiegel vom 23.08.2007)

Denkzeittraining
Die Denkzeit-Gesellschaft hat seit März 2007 durch eine Finanzierung der Berliner Klassenlotterie über einen Zeitraum von drei Jahren die Möglichkeit, insgesamt 240 Jugendlichen ein sozialkognitives Einzeltraining zukommen zu lassen. Die Maßnahme wird nicht, wie sonst üblich, richterlich nach dem JGG angeordnet, sondern die Jugendlichen werden über die Schulpsychologen/-innen für Gewaltprävention und Krisenintervention für die Maßnahme empfohlen. Die Maßnahme richtet sich also eher an Jugendliche, die in der Schule wiederholt durch dissoziales und/oder gewalttätiges Verhalten aufgefallen und noch nicht verurteilt worden sind. Nähere Informationen sind unter denkzeit.com... zu erhalten.

Gewaltprävention im Miteinander: Verstehen und Handeln X
In der Reihe „Verstehen und Handeln“ hat die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung im September 2007 ihre zehnte Publikation herausgegeben: Die Broschüre „Gewaltprävention im Miteinander“ informiert mit zahlreichen Fachartikeln über die vielfältigen Möglichkeiten gewaltpräventiven Handelns in der Schule. Im Internet ist die Broschüre zu finden unter der Adresse www.berlin.de/... .

nach oben

... der Jugendhilfe

Fußball-Liga von Gangway e.V.
Gangway e.V., Träger der Straßensozialarbeit, hat eine eigene, Berlinweite Fußball-Liga gegründet. Aus dem Konzept: „Regelmäßige Sportangebote sind wichtige Bestandteile unserer Arbeit mit Jugendlichen. Fußball steht dabei besonders hoch im Kurs. Spielerisch lernen die Jugendlichen, Teamgeist zu entwickeln, sich an Regeln zu halten und fair zu bleiben. (…) Zentrales Medium und gemeinsames Interesse ist der Sport Fußball. Jeder spielt gegen Jeden, jeweils Hin- und Rückrunde im eigenen Bezirk und im Bezirk der gegnerischen Mannschaft.“ Informationen gibt es unter fussballliga.gangway.de/... .

Kreuzberg: Kiezläufer-Konzept gegen Gewalt
„In Kreuzberg wurde ein Kiezläufer-Konzept für die Naunynstraße vorgestellt. Die Streetworker wollen mit den Jugendlichen auf `Augenhöhe´ reden und als Brücke fungieren.“ (Der Tagesspiegel vom 19.09.2007). Der gesamte Artikel unter www.tagesspiegel.de/berlin/... .

Drogensprechstunde in der Jugendbewährungshilfe
Der Drogennotdienst bietet seit dem 31. Mai 2007 eine wöchentliche Drogensprechstunde in der Jugendbewährungshilfe an. Ziel ist es, die Jugendlichen vor Ort über das bestehende Drogenhilfesystem zu informieren. Weitere Informationen unter www.dndberlin.de/... .

„Spaß ohne Gras“ – SOG
Unter diesem Motto bietet der Drogennotdienst in enger Kooperation mit der Jugendbewährungshilfe Kurzinterventionen für delinquente Jugendliche und junge Erwachsene mit Cannabismissbrauch an. Das Gruppenangebot für etwa zehn junge Menschen zielt mit seinen neun Modulen unter Anderem auf die Stabilisierung der sozialen Situation, die Vermeidung weiterer Straftaten und positive Veränderungen bezüglich des Sozialverhaltens ab. Nähere Informationen sind erhältlich beim Drogennotdienst, Ansbacher Str. 11, 10787 Berlin, Tel. 030-19237, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

nach oben

... der Polizei

Änderung des Berliner Polizeigesetzes
In seiner Sitzung am 21. August 2007 hat der Senat beschlossen, den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG) und des Berliner Datenschutzgesetzes beim Abgeordnetenhaus einzubringen. Es sind u.a. Änderungen zu Videoaufnahmen und –aufzeichnungen in den Räumen des öffentlichen Personennahverkehrs, bei Großveranstaltungen und bei Personen- und Fahrzeugkontrollen vorgesehen. Genauere Informationen unter: www.berlin.de/landespressestelle/... .

nach oben

... der Justiz

Senat beschließt Gesetzentwurf zum Jugendstrafvollzug in Berlin
Aus der Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz vom 26. Juni 2007: „Der Senat hat (…) beschlossen, den Entwurf eines Gesetzes über den Vollzug der Jugendstrafe in Berlin - Berliner Jugendstrafvollzugsgesetz (BerlJStVollzG) beim Abgeordnetenhaus einzubringen. Mit dem Gesetz wird die Forderung des Bundesverfassungsgerichts, den Jugendstrafvollzug auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen, die auf die besonderen Anforderungen des Vollzugs von Strafen an Jugendlichen und ihnen gleichgestellten Heranwachsenden zugeschnitten ist, erfüllt. Vollzugsziel ist, die Gefangenen zu einem Leben ohne Straftaten in sozialer Verantwortung zu befähigen.“ Der Gesetzentwurf schreibt die Aufgaben, Ziele und Grundlagen des Vollzugs detailliert fest. Der komplette Wortlaut der Pressemitteilung unter: www.berlin.de/landespressestelle/... .

Modell Schwellentäter soll kriminelle Karrieren Jugendlicher verhindern
Um bei gefährdeten Jugendlichen die Verfestigung einer „kriminellen Karriere“ zu verhindern, hat die Staatsanwaltschaft Berlin ein Modell für sogenannte „Schwellentäter/innen“ entwickelt. „Schwellentäter/innen“ sind solche, die die Schwelle zum/zur Intensivtäter/in noch nicht überschritten haben, aber durch fünf bis neun Straftaten mit Gewaltausübung (Körperverletzung, Raub) auffällig wurden. Nähere Informationen unter www.berlin.de... .

nach oben

... anderen Bereichen

Deutsch-Arabische Kiezinitiative erhält den Integrationspreis 2007
„Für ihre erfolgreiche Arbeit mit jungen arabischstämmigen Männern erhält die in Neukölln arbeitende Deutsch-Arabische unabhängige Gemeinde e.V. den Integrationspreis 2007 des Landesbeirats für Migrations- und Integrationsfragen.“ (aus einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales); die komplette Pressemitteilung unter www.berlin.de/landespressestelle/....

Projekt Notinsel
Gewalt und Übergriffe an Kindern sind ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft. Darauf reagiert auch in Berlin das Projekt Notinsel. Aus dem Konzept: „Mit dem Projekt Notinsel hat die Stiftung Hänsel+Gretel die Initiative ergriffen und eine Möglichkeit geschaffen, Kindern in Notsituationen Fluchtpunkte aufzuzeigen, in denen sie Hilfe bekommen. Notinseln können z.B. Einzelhandelsgeschäfte, Bäcker, Metzger, Friseure, kleinere Supermärkte, Apotheken, Banken werden, sofern sie geeignet sind und sich bereit erklären, Kindern zu helfen, wenn diese Hilfe benötigen. Jedes Notinsel-Partnergeschäft unterschreibt eine Selbstverpflichtung und erhält dann einen Aufkleber, der gut sichtbar für Kinder angebracht wird. (…) Auf diese Weise können Kinder in Not in die gekennzeichneten Geschäfte flüchten und sicher sein, dass sie dort kompetente (auch alltägliche) Hilfe finden.“
In Berlin wird das Projekt bisher in den Bezirken Neukölln (Ansprechpartner: Deutsche Polizeigewerkschaft Landesverband Berlin, Herr Bodo Pfalzgraf, Telefon 030-393-3073) und Friedrichshain-Kreuzberg (Ansprechpartner: Kinderbauernhof auf dem Görlitzer e.V. Frau Claudia Hiesl 030-6117424) umgesetzt. Informationen sind unter www.notinsel.de herunterzuladen.

nach oben

Publikationen und Dokumentationen

Bericht des Deutschen Jugendinstitutes zur Gewaltprävention im Kindes- und Jugendalter
Der Bericht des Deutschen Jugendinstituts (DJI) „Strategien der Gewaltprävention im Kindes- und Jugendalter - Eine Zwischenbilanz in sechs Handlungsfeldern“ (herausgegeben von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention) geht zurück auf einen Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern vom 26. Juli 2003. Betont wurde seinerzeit, dass die gesamtgesellschaftliche Allianz zur Ächtung von Gewalt und Gewaltverherrlichung auf hoher politischer Ebene unterstützt werden muss. Gefordert wurde eine enge Zusammenarbeit aller mit dieser Thematik befassten Einrichtungen und Institutionen. Das Deutsche Forum Kriminalprävention wurde gebeten, notwendige Absprachen zu initiieren, zu koordinieren und Vernetzungen sowie Bündelungen zu fördern. Der vorliegende Bericht ist ein Ergebnis dieser Initiative. Nähere Informationen und download unter www.dji.de/... .

"Der Wind ist rauer ..." Schlussbericht einer Befragung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe
Die Expertise "Der Wind ist rauer ..." des Instituts für Erwachsenen-, Sozial- und Wirtschaftspädagogik der Universität Leipzig ist erschienen: Kernaussagen der Expertise, die unter Leitung von Prof. Dr. Christian von Wolffersdorff erarbeitet wurde, sind, dass die Befragten "Veränderungen in ihrer Zielgruppe beschrieben, die sie mit gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen in Zusammenhang bringen. Die Problemlagen der Kinder und Jugendlichen sind demnach vielfältiger und unberechenbarer geworden. Fachkräfte stellen häufiger einen komplexen Hilfebedarf fest." Zur Drogenproblematik "wurde hervorgehoben, wie sehr legale wie auch illegale Drogen unter Jugendlichen heute 'alltagsfähig' geworden sind." Weiter wurden Themen wie Kooperation, Weiterbildung und Fachberatung untersucht. Download unter www.slfs.sachsen.de/... .

Kunststück Erziehung
Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. hat eine Dokumentation der Fachtagung vom 18./19. April 2007 unter dem Titel „Kunststück Erziehung. Familienbildung als Angebot der Kinder- und Jugendhilfe (§16 SGB VIII)“ herausgegeben. Zu beziehen ist die Veröffentlichung unter www.vfk.de/... .

Neue Ausgabe der Plakate und Faltblätter „Krisennotdienste für Kinder und Jugendliche auf einen Blick“
Die vierte, aktualisierte Auflage der Plakate und Faltblätter „Krisennotdienste für Kinder und Jugendliche auf einen Blick“ ist erschienen. Unter den Rubriken Zentrale Notdienste, Kinder/Jugendliche, Heranwachsende/junge Erwachsene, Mädchen/junge Frauen, Jungen/junge Männer, Sucht und Berliner Krisendienst stehen die aktuellen Angebote, Rufnummern und Erreichbarkeiten von Ansprechpartnern/-innen in Berlin. Bestellungen an: Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei, Tel.: 449 01 54 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Infoblatt zu „Happy Slapping“
Das Infoblatt Nr. 43 der Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei ist erschienen. Das Thema „’Happy Slapping’ – Strafrechtliche Relevanz und präventiver Umgang“ wird von Vertretern unterschiedlicher Fachrichtungen erläutert. Oberstaatsanwalt Stork geht differenziert auf mögliche Verstöße gegen geltende Gesetze bzw. Ordnungswidrigkeiten ein. Hakan Aslan (Sportjugend Berlin) beschreibt Möglichkeiten der Prävention in der Jugendhilfe. Das Infoblatt Nr. 43 sowie vorangegangene Infoblätter können unter www.stiftung-spi.de/clearingstelle unter der Rubrik ‚Infoblatt Download’ heruntergeladen werden.

27. Deutscher Jugendgerichtstag in Freiburg
Unter dem Motto „Fördern, Fordern Fallenlassen – Aktuelle Entwicklungen im Umgang mit Jugenddelinquenz“ fand vom 15. bis 18. September 2007 der 27. Deutsche Jugendgerichtstag in Freiburg statt. Der Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ e.V.), Professor Sonnen, fordert dazu auf, mit der Resozialisierung im Jugendstrafrecht ernst zu machen. Die Leitthesen des Jugendgerichtstags sowie die Ergebnisse der 17 Arbeitskreise unter /www.dvjj.de/... .

Wiesbadener Erklärung
Auf dem 12. Deutschen Präventionstag („Starke Jugend – starke Zukunft“) am 18. und 19. Juni 2007 wurde die Wiesbadener Erklärung verabschiedet mit grundlegenden Statements zur Jugendkriminalität und ihrer Prävention: www.praeventionstag.de/... . Bereits jetzt wird der 13. Deutsche Präventionstag angekündigt. Er findet am 2. und 3. Juni 2008 in Leipzig statt. Unter www.praeventionstag.de ist Näheres zu finden.

nach oben

Evaluationen

Berliner Straßensozialarbeit: eine erfolgreiche Methode zur Gewaltprävention
Zur Straßensozialarbeit in Berlin liegt nun ein aussagekräftiger Evaluationsbericht vor. Streetwork ist demnach eine erfolgreiche Methode zur Gewaltprävention. Die Forschungsgesellschaft delphi erstellte den Bericht im Auftrag der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin (jfsb) in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Eine Zusammenfassung ist der Pressemitteilung des Landes Berlin vom 9.07.2007 zu entnehmen: www.berlin.de/landespressestelle... .

nach oben

Fördermöglichkeiten

Lokales Kapital für Soziale Zwecke
Ob beim Wiedereinstieg von Frauen ins Erwerbsleben, der Einrichtung eines Generationencafés oder dem Betrieb einer Begegnungs- und Informationsstätte - das Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) hilft benachteiligten Menschen und stärkt Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt das erfolgreiche Programm deshalb bis Juni 2008 fort. Für die jetzt in 276 Fördergebieten gestartete fünfte Förderperiode stehen insgesamt 24 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Das Programm soll auch in der ESF-Förderperiode 2007 bis 2013 weiter bestehen. Es unterstützt mit lokalen Projekten Schulabgänger, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund beim Start oder Wiedereinstieg in das Berufsleben. Die Mikroprojekte, deren Träger überwiegend kleine Vereine oder lokale Initiativen sind, werden mit maximal 10.000 Euro gefördert. Nähere Informationen zum Programm finden sich unter www.los-online.de .

Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz
Zum Wettbewerb um den „Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz“ der Initiative Hauptstadt Berlin e.V. sind Vereine, Projektgruppen und sonstige nicht-staatliche Institutionen mit ihren laufenden Projekten, die einen Beitrag zur Integration von Migranten/-innen leisten oder in Tandemprojekten Interkulturalität fördern, eingeladen. Die Bewerbungsfrist für den Preis (mit einer Gesamtsumme von 15.000 Euro) begann mit der Pressekonferenz am 4. Juli 2007 und endet am 19. Oktober 2007. Die Verleihung des Preises wird am 20. November 2007 stattfinden. Die Preise sollen vor allem zur Fortführung und Weiterentwicklung der Projekte verwendet werden. Informationen sind unter www.initiative-hauptstadt.de... zu finden.

Hans-Götzelmann-Preis für Streitkultur
„Die Berghof Stiftung würdigt mit dem `Hans-Götzelmann-Preis für Streitkultur´ Projekte, in denen Kinder und Jugendliche sich für Gewaltabbau und konstruktiven Umgang mit Konflikten einsetzen. Mit der Vergabe des Preises sollen Initiativen gefördert werden, die zur Nachahmung einladen und noch nicht genügend bekannt sind. Die Auszeichnung soll insbesondere Kinder und Jugendliche ermutigen und in ihren Aktivitäten bestärken, (…) eine konstruktive Streitkultur zu entwickeln. (…) Bewerbungen sollen bis zum 31.12.2007 vorliegen. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury.“ Informationen unter www.friedenspaedagogik.de/... . (Quelle: Newsletter Nr. 9/2007 der Landeskommission Berlin gegen Gewalt)

nach oben

Veranstaltungen und Termine

Berliner Präventionstag
Am 31. Oktober 2007 findet der diesjährige 8. Berliner Präventionstag unter dem Titel "In Würde aufwachsen" statt. Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt lädt dazu in das Rathaus Schöneberg ein. Nähere Informationen und das Programm sind erhältlich unter www.berlin-gegen-gewalt.de.

7. Präventionstag Friedrichshain-Kreuzberg
Unter dem Titel „Möglichkeiten der gemeinsamen Bildungsarbeit zwischen Kindertagesstätten, Schulen und islamischen Einrichtungen“ findet am 7. November 2007 von 13:30 bis 18:00 Uhr der 7. Präventionstag Friedrichshain-Kreuzberg statt. Ort der Veranstaltung ist das Jugendhaus CHIP, Reichenberger Str. 44/45, 10999 Berlin, Tel. 030-2250 3090, mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Im Krieg wie im Frieden?
Die Beteiligung Jugendlicher, v.a. junger Männer, an politischer und krimineller Gewalt – in den Mega-Cities der Globalisierung ebenso wie auf vielen (Nach)Kriegsschauplätzen – ist ein zunehmend prekäres Phänomen. Die Tagung „Im Krieg wie im Frieden? Über Jugendgewalt als Herausforderung für internationale Kooperationen“ stellt neue Ergebnisse der internationalen Jugendgewaltforschung vor, um in vergleichender Perspektive gesellschaftliche Ursachen und soziale Muster von jugendlicher Gewalt in Kriegs- und Nichtkriegskontexten zu kontrastieren und politische Handlungsstrategien, z.B. im Rahmen der EU, entwickeln zu helfen. Die Evangelische Akademie in Loccum lädt dazu vom 14. bis zum 16. November 2007 ein. Informationen gibt es unter www.loccum.de/... .

Weder Abenteuerland noch Verbannung
Auslandsaufenthalte als Bestandteil der Hilfe zur Erziehung (§ 27 SGB VIII) sind das Thema einer Fachtagung des Vereins für Kommunalwissenschaften, die am 10. und 11. Dezember 2007 stattfindet. Informationen gibt es unter www.vfk.de/agfj/... .

nach oben

Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im November 2007. Redaktionsschluss ist der 9. November 2007; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

nach oben

 

 

 

 

Newsletter abonnieren

Sie wollen regelmäßig unseren Newsletter UMSICHTEN erhalten? Bitte registrieren Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse.