Ausgabe 42 - 18.07.2014

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Neues aus ...

  • der Schule
    (Sonderauswertung des Integrationsbarometers)
  • der Justiz
    (Beschluss zur Änderung des § 17 JGG)
  • anderen Bereichen
    (Schriftliche Anfrage zur Entwicklung von Intensivtätern/-innen in Berlin; Datenschutz und Informationsfreiheit – Bericht 2013; Studie über die Entwicklung von Jugendkriminalität im Altersverlauf)

Publikationen und Dokumentationen
(Jugendschutz – verständlich erklärt; Dokumentation: „Nicht von schlechten Eltern?!“; Hilfen für Opfer von Straftaten; Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe – Schwerpunkt: Jugendarrest; Artikel: „Prävention von Delinquenz: Je früher, desto besser?“; „Gewalt hat keinen Wert. Du schon.”; Broschüre: Berliner Bildungs-Abc)

Veranstaltungen und Termine
(Kooperation und Kommunikation im Jugendstrafverfahren – Chancen und Grenzen; Die Stellungnahme der Jugendhilfe im Strafverfahren; Bundeskongress Freie Straffälligenhilfe 2014; Die Jugendhilfe in der Praxis: Aktuelle Fragen – Ausblick – Rechtsentwicklungen)

Redaktionsschluss

Herzlich willkommen zur 42. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

mit der 42. Ausgabe der UMSICHTEN, dem Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz, wünscht Ihnen das Team der Clearingstelle einen schönen Sommer in der Hauptstadt oder außerhalb.

Kerstin Pelz
Redaktion UMSICHTEN

nach oben

Neues aus...

... der Schule

Sonderauswertung des Integrationsbarometers
Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat für die Beauftragte für Integration und Migration des Senats von Berlin eine Sonderauswertung des SVR-Integrationsbarometers 2014 erstellt. Diese trägt den Titel „Kulturelle Vielfalt in der Schule, interkulturelle Öffnung der Verwaltung und Diskriminierungseinschätzungen in Berlin“ und beschreibt drei Teilbereiche des Zusammenlebens von Personen mit und ohne Migrationshintergrund im Land Berlin. Die Bereiche umfassen den Umgang mit ethnischer Heterogenität an Schulen, die Repräsentanz von Zuwanderinnen und Zuwanderern im Öffentlichen Dienst sowie Diskriminierungseinschätzungen in ausgewählten Feldern des öffentlichen Lebens. Die Ergebnisse basieren auf Befragungen von 1.000 Personen sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund. Die vorliegende Sonderauswertung gibt Aufschluss darüber, wie unter-schiedliche Gruppen in der urbanen Einwanderungsgesellschaft das Integrationsgeschehen in diesen Teilbereichen einschätzen und inwieweit das Meinungsbild der Berliner Bevölkerung dem der Befragten in anderen Regionen Deutschlands entspricht. Zum Hintergrund: Das umfassende Jahresgutachten 2014 mit Integrationsbarometer untersucht Deutschlands Wandel zum modernen Einwanderungsland in den vergangenen fünf Jahren.
SVR-Jahresgutachten: www.svr-migration.de/content/wp-content/...
Sonderauswertung: http://www.berlin.de/imperia/md/...

nach oben

... der Justiz

Beschluss zur Änderung des § 17 JGG
Auf der 85. Konferenz der Justizminister/innen (25. und 26. Juni 2014) wurde die Notwendigkeit einer Neufassung der Tatbestandsvoraussetzung der „schädlichen Neigungen“ für beschuldigte oder verdächtige junge Menschen in Strafverfahren erörtert. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz ist nun gebeten, einen Formulierungsvorschlag zu § 17 Absatz 2 Jugendgerichts-gesetz (JGG) vorzulegen. Gemäß § 17 Abs. 2 JGG verhängt der/die Richter/in eine Jugendstrafe, „wenn wegen der schädlichen Neigungen des/der Jugendlichen, die in der Tat hervorgetreten sind, Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel zur Erziehung nicht ausreichen oder wenn wegen der Schwere der Schuld Strafe erforderlich ist". Der Begriff der „schädlichen Neigungen" steht jedoch wegen seines hohen Stigmatisierungseffekts und wegen der mangelnden Konkretisierung seit Langem im Fokus fachlicher Kritik.
Info: http://www.dvjj.de/nachrichten-aktuell/beschluss-der...

nach oben

... anderen Bereichen

Schriftliche Anfrage zur Entwicklung von Intensivtätern/-innen in Berlin
Auf Anfrage eines Abgeordneten nahm der Senat von Berlin umfassend Stellung zur Entwicklung von Intensivstraftätern/-innen in Berlin. Nach einem statistischen Überblick über die bei der Polizei geführten kiezorientierten Mehrfach-, Intensiv- und Schwellentäter/innen für die Jahre 2011 bis 2013 werden verschiedene Maßnahmen (Jugendhilfe und Strafverfolgung) für den Umgang mit dieser Tätergruppe näher beleuchtet. Weiterhin werden zuständige Institutionen, themenbezogene Gremien sowie die durch Senatsbeschluss eingerichtete Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention mit ihren Aufgaben und bisherigen Ergebnissen vorgestellt.
Info: http://joschka-langenbrinck.de/wp-content/uploads/...

Datenschutz und Informationsfreiheit – Bericht 2013
Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat dem Abgeordnetenhaus und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin jährlich einen Bericht über seine Tätigkeit vorzulegen. Neben den aktuellen technischen und rechtlichen Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes (z. B. Möglichkeiten zum Selbstschutz vor Überwachung) wird über Schwerpunktthemen (EU-Datenschutz-reform) und Einzelfälle aus den jeweiligen Geschäftsbereichen berichtet. Seit 1990 wird der Tätigkeitsbericht vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit auch als Broschüre veröffentlicht. Diese steht zum kostenfreien Download bereit.
Info: http://www.datenschutz-berlin.de/content/veroeffentlichungen/jahresberichte/bericht-13

Studie über die Entwicklung von Jugendkriminalität im Altersverlauf
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert seit zwölf Jahren eine Langzeitstudie mit dem Titel „Kriminalität in der modernen Stadt“ unter Leitung des Kriminologen Prof. Dr. Klaus Boers (Westfälische Wilhelms-Universität Münster, WWU) und des Soziologen Prof. Dr. Jost Reinecke (Universität Bielefeld). Auf Basis einer jährlich wiederholten anonymen Befragung von rund 3400 Duisburger Jugendlichen gibt die Untersuchung einen einzigartigen und profunden Überblick über den Einfluss von Wertorientierungen, Erziehungsstilen, Freundesgruppen, Gewaltmedien, Migrations-hintergründen, Präventionsmöglichkeiten und über die Wirkung strafrechtlicher Sanktionen.

Zu Beginn der Befragung im Jahr 2002 waren die Jugendlichen durchschnittlich 13 Jahre alt. Bis zum 20. Lebensjahr wurden immer dieselben Jugendlichen jährlich befragt, seitdem in jedem zweiten Jahr bis zum 24. Lebensjahr. Die Wissenschaftler/innen bekamen Einblicke in das Dunkelfeld der Kriminalität, indem die jungen Menschen über Straftaten berichteten, die in keiner offiziellen Statistik auftauchen. Zusätzlich wurden (Hellfeld-) Daten über Verurteilungen und Verfahrenseinstellungen ausgewertet. Zwar stammen die Angaben und Daten der Studie ausschließlich aus Duisburg – die Wissenschaftler/innen sind aber davon überzeugt, dass sich viele Ergebnisse auch auf andere deutsche Großstädte übertragen lassen. Die aktuellen Befunde widerlegen nicht nur gängige Vorurteile, sondern geben sowohl der Polizei und Justiz als auch der Schule und Jugendhilfe wichtige Hinweise für die Kriminalprävention und den Umgang mit jugendlichen Straftätern/-innen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Viele Jugendliche begehen bis zum 18. Lebensjahr mindestens einmal eine (in aller Regel leichte oder mittelschwere) Straftat – dies sind rund 84 % der Jungen und 69 % der Mädchen. Damit sind Mädchen stärker belastet als bisher angenommen. Der Delinquenzrückgang erfolgt häufig schon ab dem 15. Lebensjahr und geschieht zumeist ohne Intervention durch die Polizei oder Justiz. Er ist Ausdruck einer erfolgreichen Vermittlung von Werten und Normen durch Familie und Schule. Die sogenannten Intensivtäter/innen machen nur sechs bis acht Prozent ihrer Altersgruppe aus, begehen aber die Hälfte aller Taten und mehr als drei Viertel der Gewaltdelikte. Die Studie widerlegt die These, dass diese Gruppe bis in das Erwachsenenalter gewalttätig bleibt und zeigt, dass die Zahl der Delikte auch bei Intensivtätern/-innen – wenn auch zum Teil erst zum Ende des Jugendalters – deutlich zurückgeht. Insbesondere ein erfolgreicher Übergang in das Erwerbsleben sowie stabile soziale Bindungen unterstützen den Weg in die Normalität. Strafen schrecken nicht ab – im Gegenteil: Haftstrafen können den Kontakt zu gewaltbereiten Gruppen fördern und soziale Bindungen schwächen. Die Forscher/innen empfehlen deshalb, strafrechtliche Eingriffe auf das Notwendige zu beschränken.
Quelle: Pressemeldung der Universität Bielefeld unter www.krimstadt.de

nach oben

Publikationen und Dokumentationen

Jugendschutz – verständlich erklärt
Das Bundesjugendministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Regelungen des Jugendschutzgesetzes mit der Broschüre „Jugendschutz – verständlich erklärt“ neu aufgelegt.
Info: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Jugendschutz...

Dokumentation: „Nicht von schlechten Eltern?! Eltern und Jugenddelinquenz: Zusammenhänge, Hintergründe, Zugänge für Soziale Arbeit und Polizei“
Vom 11.06. bis zum 13.06.2014 fand die interdisziplinäre Veranstaltung „Polizei und Sozialarbeit XIX“ der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) e.V. statt, in diesem Jahr mit dem Themenfeld „Eltern und Jugenddelinquenz“ (wir berichteten). Die Präsentationen der Referenten/-innen sowie die Ergebnisse des World Cafés sind jetzt online einsehbar.
Info: http://www.dvjj.de/veranstaltungen/dokumentationen/nicht-von-schlechten-eltern...

Hilfen für Opfer von Straftaten
Die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) hat die „Hilfen für Opfer von Straftaten: Ein Überblick über die deutsche Opferhilfelandschaft" (2014) veröffentlicht und damit gleichzeitig die neue Online-Publikationsreihe: „Berichte und Materialien (BM-Online): Elektronische Schriftenreihe der Kriminologischen Zentralstelle e.V." begründet. Die aktuelle Veröffentlichung dokumentiert die Ergebnisse des Expertenkolloquiums „Hilfen für Opfer von Straftaten“, welches im September 2013 im Rahmen des Projektes Atlas der Opferhilfen in Deutschland stattfand. Dieses vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegebene Projekt wird von August 2012 bis Juli 2014 durch die Kriminologische Zentralstelle e.V. in Kooperation mit dem Arbeitskreis der Opferhilfen e.V. (ado) durchgeführt. Ausgangspunkt war die Notwendigkeit, die Angebote im Bereich der Opferhilfe überhaupt zu erfassen und grundlegende Daten über deren Arbeitsweise und Rahmengestaltung in Erfahrung zu bringen. Die dokumentierte Diskussion veranschaulicht die Perspektiven verschiedener Akteursgruppen des Opferschutzes bzw. der Opferhilfe und fördert somit das Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitsansätze und Sichtweisen unter den verschiedenen Kooperationspartnern/-innen. Die Publikation ist online erhältlich und wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.
Info: http://www.krimz.de/fileadmin/dateiablage/E-Publikationen/BM-Online/bm-online1.pdf

Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe – Schwerpunkt: Jugendarrest
Die aktuelle Ausgabe 2/2014 der Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) beinhaltet Fachbeiträge von den gesetzlichen Grundlagen über die Ausgestaltung und das pädagogische Personal bis hin zu neuen konzeptionellen Überlegungen zum Schwerpunktthema Jugendarrest.
Info: http://neu.dvjj.de/ver%C3%B6ffentlichungen/zjj/aktuell-hefte/...

Artikel: „Prävention von Delinquenz: Je früher, desto besser?“ (DJI Impulse Heft 2/2014)
In der aktuellen Ausgabe der DJI Impulse (Nr. 106) analysieren Forscher/innen des Deutschen Jugendinstituts sowie externe Autoren/-innen verschiedene Facetten eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutzes. Darüber hinaus zeigen sie auf, in welchen Bereichen Verbesserungen notwendig sind. Der Beitrag von Bernd Holthusen und Dr. Sabrina Hoops beschäftigt sich mit der Frage „Prävention von Delinquenz: Je früher, desto besser?“ Zwar sind Konzepte zur Prävention von Delinquenz in den letzten Jahrzehnten ausgereifter geworden, jedoch besteht durchaus noch Weiterentwicklungsbedarf, welcher u. a. anhand neuer Viktimisierungs- und Kriminalisierungsrisiken für Jugendliche (Stichwort: mediale Lebenswelten) aufgezeigt wird.
Info: http://www.dji.de/fileadmin/user_upload/...

„Gewalt hat keinen Wert. Du schon.” – Stationen des Wertedialogs von Innensenator Henkel
Frank Henkel erklärte, vor dem Hintergrund der Gewaltvorfälle in den letzten Monaten das Thema „Werte“ in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte rücken zu wollen. Unter dem Motto „Gewalt hat keinen Wert. Du schon.” führte der Senator für Inneres und Sport Gespräche mit gesellschaftlichen Akteuren/-innen und besuchte Projekte, die sich im Bereich Gewaltprävention engagieren. Dieser Wertedialog ist nun in Heftform von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt herausgegeben worden.
Info: http://www.berlin.de/lb/lkbgg/_assets/wertedialog_heft_2014.pdf und http://www.berlin.de/sen/inneres/buerger-und-staat/...

Broschüre: Berliner Bildungs-Abc
Die neue Broschüre „Berliner Bildungs-Abc“ informiert umfassend und anschaulich über die Berliner Bildungslandschaft. Zur Zielgruppe gehören nicht nur zugezogene Familien. Auch wer mit Schulen kooperiert, findet hier nützliche Informationen über das Berliner Kita- und Schulsystem sowie praktische Verweise auf Publikationen, Internetseiten und konkrete Ansprechpartner/innen. Das Heft enthält neben einem allgemeinen Teil einen Serviceteil mit einer Checkliste für die Schulanmeldung, einem Glossar und einer Sammlung häufiger Fragen, wie zum Beispiel: Was mache ich, wenn mein Kind noch kein Deutsch spricht? Welche Optionen gibt es für hochmobile Familien? Die Broschüre der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft steht als kostenfreier Download zur Verfügung.
Info: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/bildungswege/...

nach oben

Veranstaltungen und Termine

Kooperation und Kommunikation im Jugendstrafverfahren – Chancen und Grenzen
Der spezifische Auftrag der Jugendhilfe im Strafverfahren führt in der Praxis zu vielfachen Herausforderungen. Das Seminar erörtert – unter Beachtung der Sozialraumorientierung der Berliner Jugendämter – notwendige fachliche Standards bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte sowohl innerhalb des Jugendamtes, aber auch beim Zusammenwirken im Bereich der ambulanten Maßnahmen nach § 10 JGG, der Bewährungshilfe, der Justizvollzugsanstalten und der Arrestanstalt. Zum gegenseitigen Austausch von Erwartungen, Wünschen oder Anregungen ist darüber hinaus ein Gespräch mit Jugendbeauftragten der Polizei, Mitarbeitern/-innen der regionalen sozialen Dienste und der Justizvollzugsanstalten geplant. Das vom Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg organisierte Seminar findet vom 08.09. bis zum 09.09.2014 statt und richtet sich vorrangig an pädagogische Fachkräfte, die im Jugendstrafverfahren tätig sind, sowie Jugendbeauftragte der Polizei und Interessierte aus Berlin. Anmeldungen werden bis zum 21.07.2014 entgegen genommen.
Info: http://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/628691

Die Stellungnahme der Jugendhilfe im Strafverfahren
Vom 17.09. bis zum 19.09.2014 findet die Veranstaltung der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) e.V. mit dem Titel „Die Stellungnahme der Jugendhilfe im Strafverfahren“ in Würzburg statt. Die Stellungnahme ist aus Sicht anderer am Jugendstrafverfahren beteiligter Professionen das „praktisch bedeutsamste Ergebnis“ der Tätigkeiten der Jugendhilfe im Strafverfahren. Gleichzeitig wird in der Praxis die Qualität der Berichte oftmals kritisiert. Zu welchen Fragen hat die Jugendhilfe in der Hauptverhandlung, aber auch schon im Ermittlungs- oder Zwischenverfahren Stellung zu nehmen und welche Bereiche gehören gerade nicht in ihren Verantwortungsbereich? Gelten die allgemeinen methodischen und fachlichen Standards der Jugendhilfe auch für deren Mitwirkung im gerichtlichen Verfahren nach dem JGG oder gibt es hier Besonderheiten? Wie viel Transparenz für die Betroffenen ist notwendig, um den allgemeinen Auftrag der Jugendhilfe bei der Sachbearbeitung nicht zu gefährden? Diesen und anderen Fragen soll bei der Fortbildung nachgegangen werden, um im Ergebnis zu einer den fachlichen Anforderungen entsprechenden Aufgabenerfüllung der Jugendhilfe im Strafverfahren zu kommen. Fachkräfte der öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe können sich bis zum 31.07.2014 online anmelden.
Info: http://www.dvjj.de/veranstaltungen/dvjj-veranstaltungen/...
Kontakt: DVJJ Geschäftsstelle, Frau Tschertner, unter 0511-3483642 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bundeskongress Freie Straffälligenhilfe 2014
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S) veranstaltet vom 23.09. bis zum 24.09.2014 unter dem Schwerpunktthema „Wir sind Straffälligenhilfe! Besondere Hilfen für besondere Lebenslagen" ihren Bundeskongress 2014 in Bonn. Straffällig gewordene Menschen sind in der Regel mehrfach belastet. Die Freiheitsstrafe ist oft nur der sichtbar gewordene Ausdruck vielfältiger Problemlagen, die es zu erkennen und zu bearbeiten gilt. Vor diesem Hintergrund will der Bundeskongress einige Dimensionen der Lebenswirklichkeit Straffälliger und ihrer Familien beleuchten. Anmeldeschluss ist am 15.08.2014.
Info und Kontakt: http://www.bag-s.de/fileadmin/user_upload/...

Die Jugendhilfe in der Praxis: Aktuelle Fragen – Ausblick – Rechtsentwicklungen
Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, dass die Steuerungsinstrumente der Jugendämter deutlich zu verbessern und gleichzeitig die Rechte der Kinder und ihrer Familien sicherzustellen sind. Der Zeitpunkt der Jugendhilfetage Berlin 2014 ist förderlich, um die Koalitionsvorhaben auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe vorzustellen und einen Blick auf die kommenden Jahre zu werfen. Die Tagung stellt außerdem die jüngere Rechtsprechung u. a. zur Kindeswohlgefährdung vor und bietet Raum, um aktuelle Fragen zur Effizienz der Jugendhilfeleistungen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Das Kommunale Bildungswerk e.V. lädt ein, an den Jugendhilfetagen Berlin 2014 unter dem Motto „Die Jugendhilfe in der Praxis: Aktuelle Fragen – Ausblick – Rechtsentwicklungen“ vom 16.10. bis zum 17.10.2014 teilzunehmen.
Info und Kontakt: http://www.jugendhilfetage.de/downloads/jut014.pdf

nach oben

Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint Mitte September 2014. Redaktionsschluss ist der 05.09.2014; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

nach oben

Newsletter abonnieren

Sie wollen regelmäßig unseren Newsletter UMSICHTEN erhalten? Bitte registrieren Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse.