Ausgabe 50 - 08.12.2015

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich Willkommen

Neues aus ...

  1. der Jugendhilfe
    (Erweiterung des Beratungsangebotes von IMPULS / Beratungsstelle KOMPASS – Deradikalisierung und Ausstiegsbegleitung / Bildungs- und Beratungsstelle »Annedore« zur Prävention politisch motivierter Militanz / KIgA e. V. – Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus / Protest, Provokation und Propaganda – Fortbildungen, Begleitungen und Beratungen für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention)
  2. anderen Bereichen
    (Herausforderung Salafismus – Infodienst Radikalisierungsprävention der Bundeszentrale für politische Bildung)

Publikationen und Dokumentationen
(»Durchblick. Informationen zum Jugendschutz« der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) / Religiöse Radikalisierung bei Jugendlichen – Quickfinder für Eilige der Landeskommission Berlin gegen Gewalt / Schuldistanz – Informationsflyer für Eltern und Handreichung für Schule und Sozialarbeit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft / Ein Netz für Kinder – Praktische Hilfen für Eltern und pädagogische Fachkräfte / Evaluation Sozialer Hilfsdienste im Landkreis Fürstenfeldbruck – Sprint e. V. / Salafismus – Ideologie der Moderne eine Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung / Dokumentation zum Fachtag „Extremistischer Salafismus – Herausforderung für Schule, Jugendhilfe, Familiengericht und Polizei“)

Veranstaltungen und Termine
(Berufsbegleitender Hochschul-Zertifikatskurs 2015: Pädagogik für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention)

Redaktionsschluss
(12. Februar 2016)

 

Herzlich willkommen zur 50. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

zwar haben nicht erst die letzten schrecklichen Terroranschläge in Paris zu einem Ausbau von Projekten im Bereich der Prävention von radikalisierten Jugendlichen und Heranwachsenden geführt, doch zeigt sich in der Berliner Präventionslandschaft seit einiger Zeit sehr wohl eine Ausweitung von Angeboten, die sich den Themen Salafismus, Antisemitismus, (De)Radikalisierung usw. widmen. Aus gegebenem Anlass stellen wir Ihnen daher in der aktuellen Ausgabe der UMSICHTEN unter anderem Projekte und Angebote zur Radikalisierungsprävention in Berlin sowie einige interessante Publikationen zu dem Thema vor. Wir möchten Sie zudem dazu einladen, in unserem Archiv zu stöbern, insbesondere in unseren letzten Ausgaben finden Sie weitere Artikel zu dem Thema. Selbstverständlich informieren wir Sie in dieser Ausgabe auch über andere wichtige Neuigkeiten aus dem Bereich der Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz.

Auch, wenn wir es mal wieder nicht wirklich glauben können, das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir, die Mitarbeiterinnen der Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz, möchten es daher nicht verpassen, unseren Lesern/-innen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen ruhigen und vor allem friedlichen Jahresausklang zu wünschen!

Wir freuen uns auf Ihre Beitrage, Erfahrungsberichte und Hinweise für die Ausgaben der UMSICHTEN im Jahr 2016.

Katharina Wengenroth/Mauri Paustian
Redaktion UMSICHTEN

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Neues aus...

... der Jugendhilfe

Erweiterung des Beratungsangebotes von IMPULS
IMPULS bietet seit 2013 Beratung für Jugendliche und Heranwachsende an, die Probleme im Umgang mit Alkohol und schwere Rauscherfahrungen gesammelt haben sowie unter Alkoholeinfluss straffällig geworden sind. In der 39. Ausgabe der UMSICHTEN berichteten wir bereits ausführlich über das Leistungsangebot nach § 10 JGG. Der Beratungserfahrung der Mitarbeiter/innen von IMPULS, die gezeigt hat, dass junge Menschen häufig Mischkonsum betreiben, also zwei oder mehr Substanzen zur selben Zeit konsumieren und dem Wunsch nach einer Ausweitung des Angebotes auf eine auf alle Drogen spezialisierten Beratung für Jugendliche und Heranwachsende, die straffällig geworden sind, kann nun nachgekommen werden. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat einer Erweiterung zugestimmt.

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit den Mitarbeitern/-innen von IMPULS auf:
IMPULS
Beratung für riskant Alkohol und illegale Drogen konsumierende, straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende in Berlin
Im Trägerverbund der Caritas & der Stiftung SPI Große Hamburger Str. 18
10115 Berlin
Tel.: 030.666 33 434
Fax: 030.666 33 439
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beratungsstelle KOMPASS - Deradikalisierung und Ausstiegsbegleitung
Das Violence Prevention Network ist ein Verbund erfahrener Fachkräfte, die seit Jahren in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung extremistisch motivierter Gewalttäter/innen tätig sind. Die Arbeit des Violence Prevention Networks umfasst unterschiedliche Projekte, über einige berichteten wir bereits in vorherigen Ausgaben der UMSICHTEN (MAXIME Berlin und BAHIRA Beratungsstelle). Ein weiteres Angebot des Violence Prevention Networks, welches seit dem 01. April 2015 besteht, ist das mobile Beratungs- und Interventionsteam der Beratungsstelle KOMPASS zur Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen. Es ist Teil des Deradikalisierungsnetzwerkes der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin. Die Arbeit der Beratungsstelle besteht darin, gefährdete junge Menschen im Umfeld des extremistischen Salafismus‘ schnell vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse aus einem bereits stattgefundenen Radikalisierungsprozess zu initiieren. Sowohl Jugendliche und junge Erwachsene, die erkennbar einem Radikalisierungsprozess im Kontext eines religiös begründeten Extremismus unterliegen und noch keine Ausstiegsmotivation formulieren als auch junge Menschen, die sich von der extremistischen Szene distanzieren wollen, können sich an die Beratungsstelle KOMPASS wenden. Zudem unterstützt und berät die Beratungsstelle KOMPASS Angehörige und Unterstützer/innen von ausstiegs- und distanzierungswilligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Angebote der Beratungsstelle KOMPASS sind kostenlos und für alle Personen zugänglich.

Die Kontaktdaten und weiterführende Informationen zur Beratungsstelle KOMPASS finden Sie hier.
Unter der Hotline-Nummer 030 – 23 911 300 sind die Mitarbeiter/innen auch in sehr akuten Situationen zu erreichen (mit Anrufbeantworter; Anruf wird auf E-Mail umgeleitet und E-Mails per Smartphone gelesen).

BBS »Annedore«
Die „Beratungs- und Bildungsstelle »Annedore« für Demokratie, Recht und Freiheit“ ist benannt nach der deutschen Widerstandskämpferin, Autorin und SPD-Politikerin Annedore Leber (1904-1968). Das Projekt widmet sich der Prävention politisch motivierter Militanz und wirkt unterstützend bei der Festigung freiheitlich-demokratischer Grundwerte Jugendlicher. Es wendet sich an Multiplikatoren/-innen der Bildungs- und Jugendarbeit (Pädagogen/-innen, Schul- und Jugendsozialarbeiter/innen, Sporttrainer/innen usw.). Durch Workshops, Fortbildungen, Seminare, fallbezogene Beratung und Begleitung wird die Handlungskompetenz dieser Fachkräfte im Umgang mit politisch motivierter Militanz und Demokratiefeindlichkeit gestärkt. Dabei sind einmalige Angebote ebenso möglich wie mittel- bis langfristige Prozessbegleitungen. Bearbeitet werden unter anderem folgende Themenbereiche: politischer Extremismus und Militanz, Radikalisierungsverläufe, Antisemitismus, Rassismus, Islamismus, Anti-US-Amerikanismus, Verschwörungstheorien, Europafeindschaft und Freund-Feind-Denken. Die BBS  »Annedore« wird über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Die Angebote sind daher kostenfrei.

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Projektteam auf:
BBS »Annedore«
Stiftung SPI
Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Ausnahme & Regel
Projektbereich Demokratieentwicklung & Diversity
Samariterstraße 19-20, 10247 Berlin
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+49.0.30 41 72 56 28
+49.0.30 44 03 41 46 fax

KIgA e. V. – Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus
Die „Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus“ (KIgA e. V.) ist bundesweit eine der ersten zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich der Herausforderung gestellt haben, Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft zu entwickeln. Die Zielgruppe von KIgA e. V. ist die Migrationsgesellschaft. Der spezifische Schwerpunkt ist die Arbeit mit muslimisch sozialisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. KIgA e. V. arbeitet in den Bereichen Antisemitismusprävention, Islamismusprävention und historisch-politische Bildung. Die Initiative fördert den internationalen Fachaustausch, unterstützt im Besonderen die Sensibilisierung und Aktivierung muslimischer Communities gegen Antisemitismus und fördert den jüdisch-muslimischen Dialog. Zudem unterstützen und beraten die Mitarbeiter/innen von KIgA e. V. die Zivilgesellschaft und Kommunen bei der Entwicklung von Strategien der Antisemitismusprävention. Des Weiteren stellt der Verein Hintergrundmaterial (modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien) für die schulische und außerschulische Bildung zur Verfügung und bietet Fort- und Weiterbildungen sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene an.

Weitere Informationen zur Arbeit von KIgA e.V. finden Sie hier.

Protest, Provokation und Propaganda – Fortbildungen, Begleitungen und Beratungen für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention – Neues Projekt von Ufuq e. V.
Das im Oktober 2015 gestartete Projekt „Protest, Provokation, Propaganda –Fortbildungen, Begleitung und Beratung für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention“ in Berlin des Vereins Ufuq e. V. richtet sich an Pädagogen/-innen und Multiplikatoren/-innen aus der schulischen oder außerschulischen Bildungsarbeit zur Prävention und Begegnung eines gewaltbereiten Islamismus. Hintergrund für die Etablierung des Projektes ist die Tatsache, dass pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Jugendlichen häufig vor der Herausforderung stehen, Fragen und Auseinandersetzungen zu diesen Themen mit Expertise entgegen treten zu müssen, welche ihnen oftmals fehlt. Fortbildungen und Workshops dienen dazu, Themen wie Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus aus einem präventiven Gesichtspunkt zu diskutieren und Möglichkeiten zu erarbeiten, wie sich Jugendliche und Heranwachsende mit einem kritischen und reflektierten Blick diesen Themen nähern können. Zudem leisten die Fortbildungen einen Beitrag dazu, Fachkräfte zur Reflexion über eigene Perspektiven auf die Themen Islam, Religiosität und Identität anzuregen und damit eine Anerkennung muslimischer Biographien und Religiosität zu fördern. Auch im Elementar- und Primarbereich werden Fachkräfte individuell und bedarfsorientiert begleitet und geschult, um Kompetenzen im Umgang mit Fragen von Religiosität und Identitätsentwicklung im Kindesalter zu stärken. Hierbei soll der Fokus nicht auf der Auseinandersetzung mit gewaltbereitem Islam, sondern auf der Förderung von (muslimischen) Kindern und deren Identität und religiösen Selbstverständnis gelegt werden. Das Projekt wird von der Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin gefördert.

Weitere Informationen zu dem Verein Ufuq e. V. und dem Projekt finden Sie hier.

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... anderen Bereichen

Herausforderung Salafismus – Infodienst Radikalisierungsprävention der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Die bpb hat einen Infodienst zum Thema Radikalisierungsprävention erstellt. Er bietet neben praxisbezogenen Hintergrundinformationen und Materialien zur Herausforderung durch salafistische Strömungen auch Beschreibungen zu aktuellen Entwicklungen mit Bezug zum Themenfeld Salafismus sowie Beiträge aus dem Bereich der Radikalisierungsprävention. Der Infodienst richtet sich an alle Berufsgruppen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit mit dem Thema in Berührung kommen, unter anderem in der schulischen und außerschulischen Bildung und in der öffentlichen Verwaltung. Er stellt eine Plattform für den fachlichen Austausch dar und bietet einen Newsletter an, zudem können eigene Beiträge eingereicht werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der entsprechenden Seite der bpb.

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Publikationen und Dokumentationen

Neue Publikation »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz« der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ)
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat eine kostenlose Handreichung veröffentlicht, die eine praxisorientierte Einführung zum Thema Jugendschutz gibt, Themenschwerpunkte und Handlungsoptionen aufzeigt, Ziele, Motive und Begründungen eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutzes darstellt sowie die Strukturen, Organisationen und Zuständigkeiten erläutert. Der in sechs Arbeitshefte aufgeteilte Ordner enthält Arbeitshefte zu den Themenfeldern Jugendschutz, Jugendschutzrecht, Jugend und Alkohol, Medien/Jugendmedienschutz/Förderung der Medienkompetenz sowie eine Übersicht der wichtigsten Adressen/Ansprechpartner/innen und ein Glossar mit ausgewählten Grundbegriffen aus dem Spektrum des Kinder- und Jugendschutzes. »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz« ist kostenlos erhältlich (zzgl. Versandpauschale) und bestellbar über die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen finden Sie hier.

„Religiöse Radikalisierung bei Jugendlichen – Quickfinder für Eilige“ der Landeskommission Berlin gegen Gewalt
Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt hat ein Informationsblatt erstellt. Der „Quickfinder“ bietet professionellen Akteuren aus den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Polizei und Justiz schnelle Informationen zu dem Thema Salafismus, eine Übersicht über mögliche Auslöser und Anzeichen für eine Radikalisierung sowie weiterführende Links zu Ansprechpartnern/-innen und Organisationen, die zu den Themen Islam, Islamismus, Antisemitismus und Salafismus Beratungs- und Bildungsangebote anbieten.

Der Quickfinder kann hier heruntergeladen werden.
Pressemitteilung 

Thema Schuldistanz - Informationsflyer für Eltern und Handreichung für Schule und Sozialarbeit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Viele kleine und große Probleme beschäftigen Kinder und Jugendliche oft so stark, dass sie nicht richtig lernen können. Dann arbeiten sie nicht mehr mit, kommen zu spät, fehlen im Unterricht oder kommen gar nicht mehr in die Schule. Eltern sind in der Verantwortung ihrem Kind dabei zu helfen, diese Probleme zu bewältigen. Die Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Wissenschaft hat daher einen Informationsflyer für Eltern herausgegeben. Zudem hat sie die Handreichung "Schuldistanz" erstellt. Diese informiert Fachkräfte aus Schule und Sozialarbeit zum Thema und gibt praktische Tipps und Hintergrundinformationen. Außerdem werden Handlungsmöglichkeiten, Vorlagen sowie Hinweise zu Partnern/-innen und Netzwerken gegeben. Die Broschüre enthält auch einen Handlungsplan, der eine schematische Darstellung, wie und in welchen Schritten bei Schuldistanz gehandelt werden sollte, darstellt.

Der Flyer "Mein Kind will nicht zur Schule gehen", die „Handreichung für Schule und Sozialarbeit“ und der „Handlungsplan für Schulpersonal“ können entweder über die Seite der Senatsverwaltung kostenlos heruntergeladen oder über Frau Mareike Bibow, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 030 / 90227-5490 bestellt werden.

„Ein Netz für Kinder – Praktische Hilfen für Eltern und pädagogische Fachkräfte“
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt die Broschüre „Ein Netz für Kinder – Praktische Hilfen für Eltern und pädagogische Fachkräfte“ heraus. In der Handreichung wird auf die Gefahren für Kinder in digitalen Medien, wie beispielsweise soziale Netzwerke, Online-Spiele, Chatrooms oder Videoclips aufmerksam gemacht.  Themen wie Cybermobbing, Datenschutz und gewalttätige, extremistische oder pornografische Inhalte werden angesprochen und kindergerechte Internetseiten und Suchmaschinen vorgestellt. Zudem werden Handlungsmöglichkeiten für Erwachsene aufgezeigt, mit Hilfe derer die Medienkompetenzen der Kinder und ein souveräner Umgang mit dem Internet gefördert, sie jedoch gleichzeitig vor Risiken geschützt werden können.

Die aktuelle Broschüre kann auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellt, heruntergeladen oder online gelesen werden.

Evaluation Soziale Hilfsdienste im Landkreis Fürstenfeldbruck – Sprint e.V.
Die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) aus München wurde Ende 2014 von Sprint e. V. beauftragt, eine Evaluation der Sozialen Hilfsdienste im Landkreis Fürstenfeldbruck durchzuführen. Der Bericht der Arbeitsgruppe liegt nun vor und bietet einen spannenden Einblick in die Wahrnehmung und somit auch in die angestrebten „erzieherischen“ Wirkungen der Arbeitsleistungen als Sanktion im Jugendstrafrecht aus der Perspektive der unmittelbar Betroffenen, der Jugendlichen und Heranwachsenden. Neben einer schriftlichen Befragung aller jugendlichen und heranwachsenden Klienten im Bereich Sozialer Hilfsdienste im Landkreis Fürstenfeldbruck der letzten drei Jahre, wurden fünf qualitative Fallstudien Jugendlicher ausgewertet. Zudem wurden Interviews mit prozessbeteiligten Experten aus Gerichtsbarkeit, Jugendhilfe im Strafverfahren (JuHiS) und der sozialpädagogischen Mitarbeiter von Sprint e. V. geführt, die die Einschätzungen der Jugendlichen und Heranwachsenden ergänzen. Ergebnisse der Studie waren unter anderem, dass einige der Jugendlichen nach eigener Einschätzung durch die Arbeitsleistung in Bezug auf Arbeitswelt-bezogene Erfahrungen und Kompetenzen profitieren (z. B. Strukturierung ihres Tagesablaufs, Wissen um die Erwartungen eines Arbeitsgebers). Zudem berichteten weit über die Hälfte der befragten Jugendlichen und Heranwachsenden, dass sie durch die Arbeitsleistung Erfolgserlebnisse im eigenen Handeln erfahren haben, was den Glauben an das eigene Handeln stärkte. Ein großer Teil der Jugendlichen und Heranwachsenden gab zudem an, eine Schuldeinsicht zu haben (74 %) und für die Mehrheit ist auch der Wiedergutmachungsgedanke greifbar (61 %). Dies zeigt, dass nicht allein der Strafcharakter für die Jugendlichen und Heranwachsenden im Vordergrund steht, sondern dass sie die Maßnahme als eine angemessene Reaktion auf ihr Fehlverhalten verstehen und ggf. als Möglichkeit, etwas wieder gut zu machen.

Weitere Ergebnisse entnehmen Sie bitte der Studie, die als pdf hier heruntergeladen werden kann.

„Salafismus – Ideologie der Moderne“ eine Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Das im September dieses Jahres veröffentlichte Heft „Salafismus – Ideologie der Moderne“ untersucht, welche Ursachen dieser Ideologie zugrunde liegen, wie sie entstanden ist, mit welchen Strategien der Salafismus seine Ziele verfolgt und welche Präventionsmöglichkeiten es gibt. Der Autor der 24 Seiten langen Broschüre, Bernd Ridwan Bauknecht, ist unter anderem Lehrer für Islamischen Religionsunterricht in Bonn, hat Forschungen zum Thema Korandidaktik betrieben, ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und Sachverständiger im 'dialogforum-nrw'.

Das Heft kann kostenlos über die Seite der bpb bestellt werden. Die Bestellnummer lautet 4029.

Dokumentation zum Fachtag „Extremistischer Salafismus – Herausforderung für Schule, Jugendhilfe, Familiengericht und Polizei“
Am 15. November 2015 veranstaltete der Arbeitskreis „Kinderschutz“ des Bezirks Mitte gemeinsam mit der Landeskommission Berlin gegen Gewalt eine Fachtagung zum Thema „Extremistischer Salafismus – Herausforderung für Schule, Jugendhilfe, Familiengericht und Polizei“. Aufgrund der Aktualität des Themas zog die Veranstaltung im Roten Rathaus nicht nur einige Vertreter/innen der Presse an, sondern auch den Staatssekretär für Bildung Herrn Rackles, der die Gelegenheit nutzte mehr als nur ein paar Eröffnungsworte zu sprechen. Am Vormittag des sehr gut besuchten Fachtages referierten Dr. Olaf Faschid vom Verfassungsschutz, der Diplompsychologe Ahmad Mansour und Thomas Mücke, der Geschäftsführer des Violence Prevention Network e. V.. Am Nachmittag hatten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit zwischen fünf Arbeitsgruppen auszuwählen und ausgesuchte Themen im kleineren Kreis zu vertiefen. Die Landeskommission hat nun einige Dokumente des Fachtages auf der Seite der Senatsverwaltung kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Unter anderem finden Sie dort den Vortrag von Thomas Mücke zu pädagogischen Ansätzen zur Deradikalisierung, die Ergebnisse der Workshops sowie Informationsmaterial des Verfassungsschutzes zum Thema Salafismus als politische Ideologie.

Die Materialien können Sie hier herunterladen.

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Veranstaltungen und Termine

Berufsbegleitender Hochschul-Zertifikatskurs 2015: „Pädagogik für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“
Die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) bietet in Kooperation mit dem Berliner Institut für soziale Kompetenz und Gewaltprävention e. V. (BISG) in der Zeit vom 27.05.2016 bis 15.07.2017 die zertifizierte Zusatzausbildung zum/zur „Pädagogen/-in für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“ zum vierzehnten Mal an. Der berufsbegleitende Hochschul-Zertifikatskurs richtet sich an Lehr- und Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie, die sich mit dem Konzept der „Selbstwertstärkenden Konfrontationspädagogik & Neuen Autorität in der Schule und Jugendhilfe“ intensiver auseinander setzen, die Haltungen und Interventionsmöglichkeiten dieses Ansatzes vertiefen und in ihrer beruflichen Praxis anwenden möchten. Die Bewerbungsfrist endet am 01.04.2016.

Weitere Informationen zum Kurs und Kontakt finden Sie hier.
Das Bewerbungsformular kann hier heruntergeladen werden.
Weitere Angebote des  Berliner Instituts für soziale Kompetenz und Gewaltprävention e.V. (BISG) entnehmen Sie bitte der Homepage.

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Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im Februar 2016. Redaktionsschluss ist der 12. Februar 2016; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

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